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Organisation

Der Funkzentrum In Media e.V. ist ein selbstständiger Verein, der von hoch motivierten Funkamateuren ins Leben gerufen wurde, um die Visionen und Projekte seiner Mitglieder, Freunde und Förderer mit Leben zu erfüllen. Dabei nutzen wir die uns gebotenen gesetzlichen Möglichkeiten als lizenzierte Funkamateure, verbunden mit dem hervorragenden Wissen und Erfahrungen unserer beruflichen Laufbahnen, den Kontakten und Fähigkeiten vieler Freunde und Förderer bei der Realisierung unserer Pläne.
Der Funkzentrum In Media e.V. versteht sich als Förderer der technikgestützten Informationsübertragung  und Verarbeitung mit amateurmäßigen Mitteln, insbesondere dem Amateurfunk.
Wir unterstützen die Förderung
a) von Wissenschaft und Forschung,
b) der Bildung und Erziehung,
c) der Völkerverständigung .
Wir unterstützen die Behörden beim Aufbau von Nachrichtenverbindungen in Katastrophenfällen, unter Ausschluss gesellschaftlicher Unterschiede und sowie politischer, militärischer oder kommerzieller Zwecke.
Aufgabe des Vereins ist es, seine Mitglieder zu befähigen, diesen Zielen zu dienen und sie zu verwirklichen. Dazu gehören insbesondere  
a) technische Studien und die Ausbildung für alle Bereiche des amateurmäßigen Sende- und  Empfangswesens (Übertragung von Daten, Zeichen, Sprache, Bildern und Fernschrift im LW-, KW-, UKW- und Gigahertz-Bereich und über eigene Satelliten), die Entwicklung neuer Sende- und Betriebsarten sowie deren Energieversorgungssysteme,
b) die Pflege der Freundschaft zwischen den Interessenten und Förderern der technikgestützten Informationsübertragung  und Verarbeitung mit amateurmäßigen Mitteln, insbesondere den Funkamateuren des In- und Auslandes, die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz, der Kultur und der Völkerverständigung,
c) die Unterstützung wissenschaftlicher, technischer und sozialer Institutionen durch Beobachtungen und Versuche sowie die Herstellung von Nachrichtenverbindungen in Notfällen und die internationale Hilfe auf dem Funkweg,
d) die Förderung und Betreuung der jugendlichen Mitglieder unter Beachtung der Jugendschutzbestimmungen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen der Jugendpflege, unter anderem auch der Blinden und Körperbehinderten.
e) die Durchführung von funksportlichen Aktivitäten sowie Maßnahmen im Rahmen der Vorbereitung, der Schulung und des Trainings auf funksportliche Wettbewerbe,
f) die Herausgabe von technischen und betrieblichen Informationen aus dem In- und Ausland, Verbreitung der Informationen in Rundsprüchen und anderen mediengetragenen Formen der Öffentlichkeitsarbeit
g) die Vorbereitung auf die behördliche Prüfung zur Erlangung eines Amateurfunkzeugnisses von der Bundesnetzagentur (ehemals Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post – RegTP - ),
h) Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Vereinigungen der Interessenten und Förderern der technikgestützten Informationsübertragung  und Verarbeitung mit amateurmäßigen Mitteln, insbesondere den Funkamateuren (z.B. JAIG)

Die Mitglieder des Vereins treffen sich mindestens einmal jährlich zur Hauptversammlung, an der nach Möglichkeit alle Vereinsmitglieder teilnehmen.
Auf dieser Hauptversammlung werden durch Mehrheitsentscheidung (absolute Mehrheit aller anwesenden Teammitglieder) verbindliche Beschlüsse gefasst.

Unter dem Rufzeichen DF0BLM arbeitet eine Amateurfunkstation, die durch die Mitglieder des Funkzentrum In Media e.V. betrieben wird.
Für Ausbildungszwecke steht das Rufzeichen Dn1FUZ zur Verfügung.

Stationsstruktur

Die Funkstation besteht aus einem Funkdienstraum, einem Messtechnikraum, einem Briefing- und Aufenthaltsraum und einem Ruhe-/Lagerraum:
- LF/HF-Station (Kurzwelle) und VHF/UHF/SHF-Station (UKW)
- Messtechnik, Funk-Werkstatt
- Lager- und Ruheraum

LF/HF - Arbeitsplatz
An dieser Station wird der Funkbetrieb unterhalb von 30 MHz durchgeführt.
Es werden die klassischen analogen Betriebsverfahren und auch digitale Sendearten zur Anwendung kommen. Zusätzlich sollen hier auch die Bediengeräte für einen räumlich abgesetzten Kurzwellensender stehen. .

VHF/UHF/SHF - Arbeitsplatz
An dieser Station wird der Funkbetrieb oberhalb von 30 MHz durchgeführt.

Da hier genug Platz vorhanden ist, werden hier auch die radio-astronomischen Beobachtungen und der Amateurfunkdienst über Satelliten durchgeführt.

 

Netzadministration, Wetterdienst

In diesem Bereich sind drei Betriebssysteme untergebracht:

1. Standort des Intranetservers .
Von hieraus werden alle Arbeitsplatzcomputer mit den nötigen Daten versorgt.

2. Arbeitsplatz des Netzadministrators.
Er überwacht die Arbeitsplätze sowie den ordnungsgemäßen Betrieb aller 
Arbeitsplatzcomputer.

3. Standort der Wetterstation.
Hier laufen alle Daten der Außen- und Innensensoren zusammen und werden 
datentechnisch für die Verarbeitung oder Weitergabe aufbereitet.

Mittelfristig und langfristig werden hier die Internet- und Satellitenlinks realisiert .

Messtechnik, Werkstatt- und Lagerräume

Während der Aufbauphase werden diese Räume als Bauwerkstatt genutzt.
Die Werkstatt wird gleichzeitig feinmechanisches und elektronisches Entwicklungslabor sein.
Ein hochqualifizierter Messplatz erlaubt es, alle für den Betrieb der Station notwendigen Mess- und Prüfarbeiten  durchzuführen.


Betriebsdienst

Beim Funkdienst wird es einen
- ständigen Betriebsdienst,
- regelmäßigen Betriebsdienst,
- sporadischen Betriebsdienst
geben.

Der ständige Betriebsdienst wird in der Regel durch automatische Stationen realisiert.
Das werden sein:

- Digipeater DB0FUZ

- Relaisstationen

- Kleinbaken

- Net-to-Net-Schnittstellen

-  automatische und manuelle Datenauswertung v. Sekundärquellen

-  meteorolog. Datenerfassung und Datenbereitstellung im Paketradio-Datennetz und darüber hinaus.


Der regelmäßige Betriebsdienst beinhaltet die Aktivitäten, die laut Arbeitsplan des Vereins "Funkzentrum In Media e. V." bzw. des Teams von DF0BLM (Ortsverband D17) im FuZ durchzuführen sind.
Dieses sind jährlich wiederkehrende Wettbewerbe in deutschem und internationalen Rahmen, sowie jährlich wechselnde Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnung (Ortsverband-intern bis Deutschland-weit).


Der sporadische Betriebsdienst ist dadurch gekennzeichnet, dass er ohne Ankündigung durchgeführt wird, weil plötzlich auftretende besondere funkphysikalischen und meteorologischen Bedingungen dieses gebieten.
Hierzu zählt auch der Einsatz im Katastrophenfall und lokalen Notsituationen.


Antennen

Effektive Antennen für alle Frequenzbänder sind wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Funkbetriebsdienst.
Hierbei müssen die Besonderheiten der verschiedenen Betriebverfahren berücksichtigt werden.
Grundsätzlich unterscheiden wir senkrecht (vertikal) strahlende, waagerecht (horizontal) strahlende und kreisförmig (zirkular) strahlende Antennen. Entsprechend ist ihre Aufbau und Aussehen:

 Die vertikal strahlenden Antennen erkennt man in der Regel an ihrer Aufbauweise als senkrechter Mast oder Stab (z.B. Autoantennen).

 Die horizontal strahlenden Antennen sind in der Regel waagerecht, d.h. parallel zur Erdoberfläche, aufgebaut (z.B. Langdrahtantennen , TV-Antennen).

 Die zirkular strahlenden Antennen sind entweder kombinierte Antennen aus Vertikal- u. Horizontal-Strahlern oder sie sind als Parabolantenne, also mit großer Reflektorschüssel ausgeführt (z.B. Radarantennen, TV-Satellitenantennen).

Unser Konzept sieht vor, alle diese Antennenarten zu nutzen.

Der Aufbau bzw. die praktische Ausführung der konkreten Antenne kann sehr vielfältig sein und richtet sich nach bestimmten funktechnischen Parametern und den Gegebenheiten des Aufbauortes. Dieser soll einerseits das Dach des Gebäudes sein, in dem sich die Funkdiensträume befinden und zum anderen eine geeignete Stelle im Gelände.
Folgende Antennenformen sollen aufgebaut werden bzw. sind aufgebaut:

1. Offener Draht-Dipol (ca. 40m Länge) für Kurzwelle

2. 3-Band-KW-Yagi

3. UKW- Groundplane (3-Band-Strahler)

4. 70cm-Kurz-Yagi (max. 6 El.) für Packet-Radio-Betrieb

5. 6cm-Antenne(n) für TCP/IP-Datenlinks

6. 2m+70cm - Gruppenantenne

7. Radio-astron. Ant. auf der Grundlage einer Parabolantenne oder alternativ eine liegende Backfire-Antenne, ca.10m Durchmesser

8. horizontal und vertikal schwenkbare Yagi-Antennen für den Betrieb über Satelliten des Amateurfunkdienstes

Die für die o.g. Betriebsverfahren notwendigen Sende- u. Empfangstechnik, Antennentuner, Verstärker und diverse andere Peripheriegeräte sind Eigenbaugeräte, stammen aus dem eigenen Fundus oder sind Leihgaben der beteiligten Funkamateure.

Es ist natürlich auch die Möglichkeit vorgesehen, dass man eigene mitgebrachte Funkgeräte anschließen kann und nach Beendigung der Aktivitäten abklemmt und wieder mit nach Hause nimmt.

 

Konzept der materiell-technischen Basis

Bei der Auswahl eines geeigneten Standortes für eine künftige Funkstation mit ihren Funktionsräumen bot sich ein Objekt in Berlin-Köpenick an, in dem die Vereinsmitglieder und Funkamateure jahreszeitunabhängig arbeiten können. Das Objekt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der Vermieter zeigt sich sehr kooperativ – insbesondere zu Fragen der Errichtung von Antennenanlagen auf dem Dach.

Die Räume befinden sich in einem Bürohaus und sind entsprechend den Anforderungen der Arbeitsweise des Vereins speziell hergerichtet.
Für die Tätigkeit mit Maschinen und diversen Funkanlagen ist eine eigene Verteilung der Stromversorgung errichtet.

Auf dem Dach befinden sich bzw. werden sich diverse Antennenaufbauten befinden.

Bei dem Antennenkonzept sind wir von folgenden Prämissen ausgegangen:

- keine Aufbauten höher als 10m über Dachfirst;

- Befestigungspunkte werden nur in statisch sichere Betonelemente gesetzt;

- Kabelführung in abgedeckten Kanalanlagen;

- Anbindung an das Blitzschutz-, Erdungs- und Potentialausgleichssystem der Funkstation und des Hauses insgesamt;

- Regelmäßige Kontrollen, messtechnischer Art und durch Vor-Ort-Kontrollen;

- Sämtliche Aufbauten sind rückbaufähig errichtet.

 

Ausbildung

Nachwuchs

Wer junge Menschen für den Amateurfunkdienst begeistern will, muss oft einen großen Spagat machen zwischen den Mindestanforderungen an Wissen u. Fertigkeiten und der Interessenlage der heutigen Jugendlichen.
Nach dem Motto „Der Appetit kommt beim Essen“ wollen wir hauptsächlich mit praktischen Beispiel, sozusagen Augen und Ohren gewinnen, um über Erleben und Erfahren Begeisterung zu entfachen.

An der Station DF0BLM im FuZ In Media e.V.  wird das gelernte an der „heißen Taste“ praktiziert. Die „Praktikanten“ werden dann auch in den regulären Funkbetriebsdienst mit einbezogen.

Aber nicht nur die Neulinge sollen hier ihre Wissen erlangen und erweitern. Auch die „old man’s“ werden Gelegenheit bekommen, Wissen aufzufrischen und vor allem auch Anschluss an neueste Entwicklungen zu halten.


Fortbildung

"Wer die Zukunft schaffen will, muss die Gegenwart erleben und die Vergangenheit verstehen."

Dieser Satz stammt aus der griechischen Antike und findet sich in ähnlicher oder abgewandelter Form in Goethes "Faust" , im Marx'schen "Kapital" , bei Konfuzius und in der Kabala .... man könnte sicher noch mehr aufzählen, weil - es ist eigentlich eine "Binsenweisheit" .
Gerade in der Technik, und besonders der Kommunikationstechnik, ist dieses von grundlegender Bedeutung. Die Kenntnis über Wirkprinzipien ist eng verbunden mit dem Aufbau von Anlagen und Geräten, die diese Wirkprinzipien umsetzen. Besonders in der Anfangszeit der technischen Entwicklung wurden oft , gerade auch in der Elektrotechnik/Elektronik, physikalische Prinzipien  sozusagen "1:1" umgesetzt. Man konnte regelrecht zusehen, wie alles funktionierte, man konnte Kraft- oder Energieflüsse mit Augen und Ohren verfolgen und erleben, wie alles mit einander zusammenspielte.
Ein Technik-Museum dient dieser Art von Wissensvermittlung.
Auch wir möchten im Rahmen unserer Ausbildungszyklen diese Art der Wissensvermittlung nutzen und sie unterstützend bei der Ausbildung einsetzen. In den Räumen, in denen die Ausbildung stattfindet, sollen an Wänden und in Ecken und Nischen technisch-museale Exponate präsentiert werden, die als Beispiele entsprechender Technikentwicklungen dienen.

 

Öffentlichkeitsarbeit,
Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen

Die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins lehnt sich an besondere Ereignisse am Standort und in der Umgebung an. Hierbei kann die Amateurfunkstelle DF0BLM eine besondere Rolle
einnehmen.
Diese wird durch folgende Faktoren bestimmt:

1.  Die Aktivitäten des Vereins sind öffentlich, d.h. Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht.

2.  Die Aktivitäten werden vorher bekannt gegeben.

3.  Über die Aktivitäten, Ergebnisse und Erfahrungen wird in den uns zugänglichen Medien berichtet.

4.  Der Verein unterhält eine Homepage im Internet und bieten dort vielfältige Möglichkeiten der Information und Kommunikation.

Die Crew der Station DF0BLM im Funkzentrum In Media e.V. sieht außerdem noch die besondere Verpflichtung, auf Grund der Beziehungen zum Stadtbezirk Berlin-Köpenick solche Aktivitäten zu entwickeln, die auch geeignet sind, PR-Effekte zu Gunsten des Standortes hervorzurufen.

Durch die Crew vom FuZ In Media e.V. werden vorrangig amateurfunkspezifische oder -verwandte Aktivitäten organisiert.                                                                                            

Darüber hinaus sollen Besucher, insbesondere Funkamateure und solche , die es werden wollen, die Gelegenheit erhalten, an  unserer Station zu arbeiten bzw. uns oder anderen beim Funkbetrieb zuzuschauen.

Ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen ist unsere Mitgliedschaft im JAIG, Japanese Amateurs in Germany, (Japanische Amateurfunker in Deutschland).
Die JAIG wurde 1985 gegründet und will die Freundschaft zwischen deutschen und japanischen Funkamateuren fördern, insbesondere von in Deutschland lebenden Japanern.  Die JAIG ist auch offen für Funkamateure anderer europäischer Länder.
Eine Wirkungsstätte dieser Vereinigung soll Berlin mit dem Funk- und Logistikzentrum FuZ In Media e.V. mit der Amateurfunkstation DF0BLM werden.

Für die Realisierung unserer Vorhaben halten wir es für sehr wichtig, Kontakte zu knüpfen zur örtlichen Stadtbezirksverwaltung und zu Schulen der Umgebung.

Ein wichtiger Partner für unsere weltraumbezogenen Vorhaben sind neben den  ESA- und ESOC-Einrichtungen, der AMSAT-DL-Group, sowie die Planetarien und Volkssternwarten in Berlin und Umgebung.

Weitere ständige und zeitweilige Partner ergeben sich aus den konkreten Projekten und Aufgabenstellungen zu speziellen Themen rund um den Amateurfunk sowie angrenzender Interessensgebiete.

 

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