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17:10 Uhr - Luxemburgs Behörden wollen Bodenschätze auf Asteroiden fördern. Dabei werden ihnen Unternehmen helfen, die eine entsprechende Genehmigung im US-Kongress erhalten, berichtet die „Financial Times“.

Eine offizielle Verkündigung der Pläne Luxemburgs, Bodenschätze Dutzende Millionen Kilometer von der Erde entfernt zu fördern, wird am Mittwoch vom luxemburgischen Vize-Premier Etienne Schneider erwartet. Kommerzielle Partner werden zwei US-Unternehmen sein — Deep Space Industries und Planetary Resources of the US.

Der Gesamtwert des Projekts wird bislang nicht genannt, weil die Initiative zunächst vom luxemburgischen Parlament gebilligt werden muss.

Das Projekt sieht die Suche nach seltenen Mineralien auf „erdnahen Objekten“ vor. Es handelt sich vor allem um Asteroiden zwischen Erde und Mars.

Der Chef der Europäischen Weltraumagentur (ESA), Jean-Jacques Dordain, hält das Projekt für umsetzbar. „Selbst die Phrase ‚Förderung von Bodenschätzen im Weltraum‘ klingt zwar etwas futuristisch, es gibt jedoch bereits Technologien“, so Dordian. Die Menschen wüssten, wie man einen Asteroid erreiche, dort Bohrungen mache und die gewonnenen Proben auf die Erde bringe. „Ich bin vom großen Wissenschaftspotential des Luxemburger Projekts überzeugt“, sagte Dordian.

In Bezug auf die Kosten sagte Dordian, dass zu Beginn der Arbeiten Dutzende Milliarden Dollar erforderlich sein würden. Der potentielle Marktumfang liege bei Billionen US-Dollar.

Laut Forschern können Asteroiden große Vorkommen an Platin, Wolfram, Eisen und Nickel bergen.

Die US-Unternehmen Deep Space Industries und Planetary Resources wurden 2013 bzw. 2012 gegründet. Ihre Aufgabe ist die industrielle Erschließung von Asteroiden, wozu bereits spezielle Raumfahrtgeräte entwickelt wurden. Im November 2015 verabschiedete der US-Kongress  dank den Anstrengungen der Unternehmen zur Lobbyierung ihrer Projekte ein Dokument, das die kommerzielle Nutzung der Weltraumressourcen erlaubt. Am 25. November wurde der Gesetzentwurf von Präsident Barack Obama unterzeichnet.

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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