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Die neuen Techniken, die in Photovoltaik-Anlagen verwendet werden, können den Empfang von Funk- oder anderen Frequenzen des elektromagnetischen Spektrums stören.

Um den Wirkungsgrad von Photovoltaik-Anlagen zu erhöhen, empfehlen die Hersteller, jedes Solarmodul mit kleinen elektronischen Zusatzgeräten auszustatten, um die Stromerzeugung zu optimieren. Diese Zusatzgeräte, die «Optimizer» genannt werden, können das elektromagnetische Spektrum stören. Tatsächlich stellt das BAKOM fest, dass die Zahl der Störmeldungen aufgrund von Photovoltaik-Anlagen zunimmt. Als Behörde, die den Markt in diesem Bereich überwacht und überprüft, ob die Produkte die Anforderungen der Verordnung über die elektromagnetische Verträglichkeit (VEMV) erfüllen, interveniert das BAKOM bei Störmeldungen.

Stellt sich heraus, dass Photovoltaik-Anlagen Funkfrequenzen beeinträchtigen, kann die Besitzerin oder der Besitzer gezwungen werden, die Anlage ausser Betrieb zu setzen, wenn das Problem nicht auf eine andere Art gelöst werden kann.

Die Solaranlagen der neuen Generation

Während traditionelle Photovoltaik-Anlagen nur einen Wechselrichter verwenden, um die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung in Wechselspannung umzuwandeln, sind immer mehr neue Anlagen zusätzlich mit diesen Optimizern ausgestattet, die die Energieerzeugung jedes einzelnen Moduls optimieren.

Tatsächlich zeigen sich bei den Tests, die im Labor gemäss geltenden Normen vorgenommen werden, nicht immer die Probleme, die in der Realität auftreten können. So wird beispielsweise ein Wechselrichter für eine Photovoltaik-Anlage nicht mit 100 m2 Solarzellen getestet. Ausserdem sind die Normen bloss für den Test eines einzelnen Gerätes vorgesehen. Die neuen Photovoltaik-Anlagen verwenden aber mehrere Optimizer und können daher potenziell mehr Störungen verursachen.

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Kommentar der USKA

Dieser Artikel des BAKOM bestätigt, was etliche Amateure schon lange schmerzvoll erfahren, nämlich dass uns Photovoltaik-Anlagen teilweise massiv stören können. Die USKA zählt darauf, dass nun alsbald griffige Entscheidungen gefällt werden, um solche Störungen wirkungsvoll zu unterbinden, technisch ist dies durchaus möglich, wenn auch aufwändig.

Wer durch eine Photovoltaik Anlage oder auch andere Störungen (z.B. VDSL2) beeinträchtigt wird, soll unbedingt eine gut dokumentierte Störungsmeldung ans BAKOM richten, mit Kopie an die USKA EMV Gruppe. Entgegen anderslautenden Gerüchten entstehen für das Störopfer für die Bearbeitung, Messungen vor Ort usw. übrigens keinerlei Kosten!

Peter Jost, HB9CET
USKA Verbindungsmann Behörden

(Quelle: USKA)

 

 

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