Zwischen dem 12. und 16. Oktober sollen die beiden 355 Meter hohen Sendemasten bei Liblice in Mittelböhmen gesprengt werden. Der Ort liegt unweit von Český Brod, rund 40 Kilometer östlich von Prag. Den genauen Termin hält der Betreiber České Radiokomunikace aus Sicherheitsgründen geheim. Ein letzter Versuch, die beiden weithin sichtbaren Türme zu retten, ist an den hohen Kosten gescheitert.
Ein Wahrzeichen auf dem Weg nach Prag
Für viele Autofahrer waren die beiden rot-weißen Türme wie ein Tor zur tschechischen Hauptstadt. Wer aus Ostböhmen über die Staatsstraße Nummer 12 in Richtung Prag fuhr und die schlanken Masten am Horizont entdeckte, wusste: Die Hauptstadt ist nicht mehr weit. Mit kurzen Unterbrechungen prägten die Sendemasten das Landschaftsbild hier fast ein Jahrhundert lang.
Die Geschichte der Sendeanlage reicht bis in die Jahre 1929 bis 1931 zurück. Damals entstanden die ersten, 150 Meter hohen Masten, die als Liblice A bekannt waren. Sie wurden im August 2024 gesprengt. Bereits 1937 war ein 280 Meter hoher Turm mit Technik der Marke Blaw-Knox hinzugekommen. Doch auch er verschwand wieder: Im Herbst 1972 wurde er gesprengt, um Platz für eine neue und leistungsstärkere Anlage zu schaffen.
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