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15:10 Uhr - Eine Mittelklasse-Trägerrakete Sojus-2.1B mit dem Navigationssatelliten Glonass-M an Bord ist am Sonntag um 10.45 Uhr MESZ erfolgreich vom Weltraumbahnhof Plessezk im nordwestrussischen Gebiet Archangelsk gestartet, wie der Pressedienst des Verteidigungsministeriums Russlands mitteilte.

Laut der Behörde erfolgten alle Vorstartvorbereitungen und der Start selbst einwandfrei. Dieser Start sei bereits der dritte einer Trägerrakete dieses Typs in Plessezk seit Jahresbeginn.

Wie das Ministerium später weiter meldete, hat sich der Booster „Fregat“ mit dem Satelliten bereits von der dritten Raketenstufe getrennt.  Der Satellit sei zur festgelegten Zeit in die berechnete Umlaufbahn gebracht worden. Zu ihm sei bereits Kontakt aufgenommen worden.

Der Navigationssatellit Glonass-M werde die Stationierung der russischen Orbital-Gruppierung Glonass unterstützen. Es sei vorgesehen, bis Jahresende weitere sieben derartige Satelliten in den Orbit zu schießen, sagte ein Sprecher des staatlichen Raumfahrtkonzerns Roskosmos.  

Am 28. April war von Russlands neuem Weltraumbahnhof Wostotschny die erste Sojus-2.1a-Rakete erfolgreich ins All gestartet. Der ursprünglich für den 27. April geplante Erststart war aus technischen Gründen um einen Tag verschoben worden. Präsident Wladimir Putin war persönlich nach Wostotschny angereist, um der Start-Premiere beizuwohnen und blieb bis zum Gelingen vor Ort.

In den vergangenen Jahren hat die russische Raumfahrt mehrere schwere Pannen erlebt. Im Juli 2013 stürzte eine Proton-M-Rakete mit drei Satelliten für das russische Navigationssystem Glonass wenige Sekunden nach dem Start vom Raumbahnhof Baikonur ab. Im Dezember 2010 war eine Proton-M-Rakete mit drei Glonass-M- Satelliten in den Pazifik gestürzt. Im August 2012 verfehlten zwei Kommunikationssatelliten, die mit einer Proton-M-Rakete gestartet waren, ihre Umlaufbahnen. Zuvor waren bereits mehrere Satelliten, aber auch die wichtige Mondsonde Phobos-Grunt infolge von Fehlstarts verloren gegangen.

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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