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12:32 Uhr - MOSKAU, (RIA Novosti). Die Trägerrakete Proton-M, die am Sonntag mit drei GLONASS-M-Satelliten (GLONASS - Globales Navigationssatellitensystem) an Bord gestartet worden ist, ist wegen einem Software-Fehler um acht Grad von ihrer vorgegebenen Bahn abgewichen. Das teilte ein informierter Sprecher der russischen Raketen- und Raumfahrtindustrie am Montag mit.

Im Ergebnis verlor Russland den Beschleunigungsblock mit drei GLONASS-Satelliten, die nach inoffiziellen, aber von einer ganzen Reihe von Quellen bestätigten Informationen am Montag 1500 Kilometer nordwestlich von Honolulu in den Stillen Ozean gefallen sein sollen.

„Nach den ersten vorläufigen Informationen gab es im Startabschnitt keine mechanischen Probleme mit der Proton-Rakete. Eine Reihe von Spezialisten meint, dass Fehler in der Software des Bordrechners dazu geführt haben, dass die Triebwerke der Rakete einen viel höheren Impuls als notwendig gegeben und die Trägerrakete auf eine nicht vorgesehene Bahn gebracht haben“, betonte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur.

Ihm zufolge waren die Spezialisten des Piljugin-Forschungs- und Produktionszentrums für die Ausarbeitung der Software und die logistische Sicherstellung der Flugaufgabe für die Trägerrakete Proton mit den GLONASS-M-Satelliten zuständig.

Bisher gibt es keine offiziellen Kommentare und keine Bestätigung dafür, dass der Beschleunigungsblock DM und die drei GLONASS-Satelliten in den Stillen Ozean gefallen sind. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hält bisher an der Version fest, dass die Satelliten auf eine falsche Umlaufbahn gebracht worden sind.

 

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