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FRIEDRICHSHAFEN/BAD MERGENTHEIM - Auf einen Duplex-Stratosphärenballonstart mit Amateurfunk-Nutzlast kann man sich dieses Jahr am ham-radio-Samstag (26.06.) freuen. Er wird diesmal in europaeischer Kooperation stattfinden, mit tatkraeftiger Unterstuetzung des AATIS. Teams aus Frankreich, Polen, Österreich und Deutschland machen mit, ggfs. sogar noch weitere europäische Gruppen. Die Nutzlasten der beiden Ballons werden aus verschiedenen Modulen der Teams zusammengesetzt.
Hier ein Bericht vom Ballonteam des OV Taubertal-Mitte (P56):

Voraussichtlich werden die beiden Nutzlastgespanne in einem zeitlichen Abstand zwischen 20 und 30 Minuten mit unterschiedlichen Auftrieben gestartet, so dass der zweite Ballon den zuerst Gestarteten nach einer gewissen Zeit ueberholt. Hierdurch koennen verschiedene Informationen zu Antennen, Auftrieb etc. gewonnen werden.

Zur Programmierung der APRS-Sender an Bord: Jede 5. Aussendung wird direkt ins APRS-Netz auf 144.800 gesendet.
Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Route des Ballons auch weitab der Basisstation mit verfolgt werden kann, sehr hoch. Durch diese Technik ist eine präzise Flugroutenverfolgung auch bei temporären Empfangsausfällen an der Basisstation sehr gut möglich. Dies wird also auch wieder für den kommenden Start in Friedrichshafen realisiert werden.

Ein weiterer Ansatz, den das P56-Team gerne testen würde, ist die Verwendung dezentraler Empfangsstationen. Durch diese Technik haben wir schon in der Vergangenheit den einen oder anderen Datenverlust an unseren Empfangsstationen überbrücken können.

Im Detail suchen wir Funkamateure, die während der beiden parallel ablaufenden Ballonmissionen einen Empfänger auf der entsprechenden Frequenz mitlaufen lassen können. Dieser Empfänger muss mit dem Mikrofoneingang der Soundkarte des PCs verbunden sein (wie für viele digitale Betriebsarten mit Soundkartenunterstützung nötig). Über ein kleines Clientprogramm namens Teamspeak, welches sich sehr einfach installieren lässt, wäre eine Kommunikation möglich, vorausgesetzt ein Internetzugang ist vorhanden. Hierdurch hätte unser Operator von der Kontrollstation aus die Möglichkeit, je nach Flugroute die besten Empfangssignale auszuwählen und zur Dekodierung zu verwenden.

Wie erwähnt, würden wir hierfür Freiwillige benötigen, die sich an diesem Versuch beteiligen wollten. Bei Interesse bitte eine kurze Mail, am besten mit Rufzeichen und Positionsdaten an receiver(at)balloonproject.eu senden. Weitere Hinweise kommen dann per Mail.

Unter Youtube sind uebrigens seit kurzen verschiedene Filme vom ersten P56-Start 2004, aus Friedrichshafen 2008 oder auch vom neuen Gehäuse verfügbar.
Dieses Angebot wird kontinuierlich erweitert werden.

www.ballonprojekt.de
- auszugsweise aus einer Info von DL2SEK

(Quelle: BADEN-RUNDSPRUCH 22/2010)

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