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13:21 Uhr - BAIKONUR, (RIA Novosti). Die russische Weltraumbehörde Roskosmos begrüßt das US-Programm zur Entwicklung und Erprobung neuer Weltraumschiffe. Wie Roskosmos-Chef Anatoli Perminow am Mittwoch auf dem Weltraumbahnhof Baikonur vor Journalisten betonte, würde dies die Möglichkeit bieten, die russische Weltraumbranche zu entlasten und ebenfalls neue Apparate zu entwickeln. „Wir unterstützen das amerikanische Dragon-Testprogramm“, sagte er. „Vorerst hat es allerdings so gut wie keine praktischen Resultate. Bevor der erste bemannte Flug stattfindet, muss Russland alles auf seinen Schultern tragen.“

Die NASA rechnet damit, dass mit dem Dragon-Apparat bis zu sieben Raumflieger auf einmal ins All geschickt werden können. Das Raumschiff  ist auch für die Beförderung von Gütern bestimmt. Perminow äußerte die Annahme, dass der erste bemannte Raumflug mit einem Apparat dieses Typs nicht vor 2013 stattfinden wird.

Nach dem Abschluss des amerikanischen Shuttle-Programms übernimmt Russland die Beförderung von Raumfahrern und Gütern zur Internationalen Raumstation ISS. Die entsprechenden russisch-amerikanischen Verträge seien bis 2012 geschlossen worden.

„Dragon wird noch viele Tests erfordern, die voraussichtlich drei Jahre in Anspruch nehmen werden“, fügte Perminow hinzu. Für das Dragon-Programm „sind rund 900 Millionen Dollar ausgegeben worden. Roskosmos kann von solchen Investitionen nur träumen.“

Von den konzipierten russisch-amerikanischen Projekten auf dem Gebiet der Weltraumforschung - Flüge zu einem Asteroiden, zum Mond bzw. zu einem Lagrange-Punkt - werde höchstens eines umgesetzt, fügte Perminow hinzu. Vorerst sei noch kein Beschluss dazu gefasst worden.

Zuvor hatte der Roskosmos-Chef bekannt gegeben, dass 26 Raumfahrtbehörden aus verschiedenen Ländern den ersten Mars-Flug für die Zeit nach 2030 planen.

Was das russische Weltraumstart-Programm für 2011 anbelangt, werden voraussichtlich nicht alle 33 vorgesehenen Starts vorgenommen, hieß es. „Höchstwahrscheinlich werden es 27 bis 30 sein“, so Perminow. Bis zum Jahresende seien noch drei Weltraumstarts fällig.

 

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