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16:33 Uhr - SANKT PETERSBURG, (RIA Novosti). Die Erwärmung in der Arktis ist laut dem russischen Forscher Wladimir Sokolow in eine Abkühlung umgeschlagen, das Packeis, das in den vergangenen Jahren schmolz, nimmt wieder zu. Erst vor drei Jahren sei die Fläche des driftenden Eises in der Arktis mit nur 4,28 Millionen Quadratmetern auf ein historisches Minimum geschrumpft. Aber nun scheine sich dieser Trend ins Gegenteil verkehrt zu haben: 2009 sei die Eisfläche nach Angaben der russischen Wetterbeobachtungsbehörde Roshydromet um mehr als ein Fünftel auf 5,2 Millionen Quadratkilometer gewachsen, sagte Sokolow vom Sankt Petersburger Forschungsinstitut für Arktis und Antarktis am Dienstag.

Als falsch wies er Prognosen zurück, laut denen sich die Arktis zukünftig völlig vom Packeis befreien soll. Der Auslöser der Kälte in der Arktis seien die Polarnacht und das damit verbundene Fehlen des Sonnenlichts, deshalb werde sich dort immer Eis bilden.

Der berüchtigte Klimawandel hat in den letzten Jahren zu einem schnellen Schmelzen des Packeises geführt. Von 2005 bis 2008 schrumpfte es um insgesamt 540.000 Quadratkilometer. Vor diesem Hintergrund nimmt die Rivalität um die reich gefüllte Naturschatzkammer jenseits des Polarkreises zu.

Einige Forscher warnen indes, dass die Politiker und Unternehmen, die sich von der Klimaerwärmung lukrative Öl- und Gasförderprojekte in der Arktis versprechen, dramatisch verkalkulieren könnten. Den Forschern zufolge wird keine Erwärmung, sondern eine Abkühlung in den nächsten Jahrzehnten das Erdklima prägen.
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