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17:57 Uhr - MOSKAU, (RIA Novosti). Der russische Sonnenforschungssatellit Koronas-Foton, der im Dezember 2009 ausgefallen war, ist offiziell außer Betrieb genommen worden. Wie der Chef des Labors für Röntgenastronomie der Sonne vom Lebedew-Physikinstitut, Sergej Kusin, am Mittwoch weiter mitteilte, will Roskosmos die Forschungen trotzdem fortsetzen.

„Roskosmos ist bereit, diese Forschungen fortzusetzen. Es hängt von der Wissenschaftsakademie und zwar vom Raumfahrt-Rat ab“, sagte Kusin unter Berufung auf den Vize-Chef von Roskosmos, Anatolij Schilow.

Ein entsprechendes Angebot hat der Rat bereits Ende März bekommen. Das künftige Sonnenobservatorium würde „Solaris“ heißen und soll 2015 ins All geschickt werden.

Koronas-Foton, der erste russische Forschungssatellit seit zehn Jahren, wurde am 30. Januar 2009 auf die Umlaufbahn gebracht. Die ersten zwei Satelliten dieses Typs wurden auf der Basis einer von ukrainischen Fachleuten entwickelten Plattform hergestellt. An Bord des Satelliten gab es unter anderem das Röntgenteleskop TESIS.

Im Dezember 2009 waren zunächst wegen Energiemangels alle wissenschaftlichen Apparaturen ausgefallen. Einige Tage später brach die Funkverbindung zu dem Satelliten ab. Wissenschaftlern zufolge waren die Probleme auf ein mangelhaftes Stromversorgungssystem zurückzuführen: Von den Akkus wurde mehr Energie gefordert, als die Sonnenbatterien produzieren konnten. Koronas-Foton hat insgesamt 278 Tage gearbeitet. Der Hersteller hatte aber eine Lebensdauer von drei Jahren garantiert.

 

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