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MOSKAU, (RIA Novosti). Der mächtigste Magnetsturm seit eineinhalb Jahren, der am vergangenen Montag begonnen hat, war auch der längste seit 2005. Er dauerte mehr als drei Tage. Das wird auf der Webseite des russischen Sonnenteleskops TESIS mitgeteilt, das im Lebedew-Physikinstitut (FIAN) entwickelt worden war. Der Magnetsturm, der mit kurzen Pausen vom 5. bis 7. April beobachtet wurde, hatte am 5. April seinen Höhepunkt. Nach neunstündigen Schwankungen trat eine Pause ein. Am 6. April wurden wieder drei aufeinander folgende kürzere Magnetausbrüche und am 7. April weitere geomagnetische Störungen registriert, die erst am 8. April (gegen 05:00 Uhr MESZ) abebbten.

Eine Situation, in der das Magnetfeld der Erde für eine so lange Zeit (diesmal für 48 Stunden) aus dem Gleichgewicht gerät, komme äußerst selten vor, heißt es in der Mitteilung.

„Das vorangegangene solche Ereignis von langer Dauer war vom 10. bis 13. September 2005 beobachtet worden, und zwar vor dem Hintergrund extrem starker Sonneneruptionen, die unter anderem das Ausschalten der Hochfrequenz-Funkverbindung in Nord- und Südamerika verursachten.“

Die Forscher wundern sich über den Umstand, dass der jüngste Magnetsturm bei völlig ruhiger Sonne und allen geomagnetischen Prognosen zum Trotz ausgebrochen war. Als physische Ursachen dafür werden eine schwache, wenn auch längere Sonneneruption, die zwei Tage vor dem Magnetsturm erfolgte, und ein koronales Loch vermutet, das einige Zeit zuvor in der nördlichen Hemisphäre der Sonne beobachtet worden war.

Laut den Wissenschaftlern sind die beiden Ereignisse jedoch „allzu gewöhnlich“, um den längsten Magnetsturm seit fünf Jahren heraufbeschwören zu können. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass das ein Rätsel des neuen Zyklus der Sonnenaktivität bleiben wird“, heißt es.
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