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Forschern am High Frequency Active Auroral Research Program (HAARP) in Alaska ist es nach fast zwei Jahrzenten gelungen, eine künstliche Ionosphäre herzustellen. Das berichteten anfangs Oktober mehrere Medien, darunter die wissenschaftliche Zeitschrift «nature».

Mit einer Sendeleistung von 3.6 Megawatt (MW) werden von der Anlage bei Gakona/Alaska immer wieder Funkwellen im Bereich 2.8 bis 10 MHz senkrecht in den Himmel geschickt. Die riesige Antennenfarm verstärkt die Funkwellen um 30 dB auf eine effektive Sendeleistung (ERP) von gut 1 Terawatt (TW).

Durch den derart starken Energiebeschuss können nicht nur diffuse Lichterscheiningen am Himmel wahrgenommen werden (ähnlich den Aurora-Erscheinungen); den Forschern gelang es sogar, ein Gebiet mit künstlich ionisierten Atomen herzustellen – eine künstlichen Ionosphäre eben.

Unabhängig von der natürlichen Ionosphäre


Projektleiter Todd Pedersen, Physiker am US Air Force Research Laboratory in Massachusetts, sagte, dass man nun nach 20 Jahren intensiver Forschungsarbeit – jedenfalls im Ansatz – die Möglichkeit habe, sich je nach Bedarf optimierte eigene ionosphärische Schichten erschaffen zu können. Somit würde man langsam aber sicher unabhängiger von der natürlichen Ionosphäre, so der Forscher.

HAARP-Wellen auf 40 m vom Mond reflektiert

Übrigens: Mit der HAARP-Anlage wurde am 19. Januar 2008 gegen 0500 UTC auch das Mondwellen-Experiment bestritten: Man sandte eine Stunde lang, jeweils alle 5 Sekunden Funkwellen auf 6792,5 kHz zum Mond und wies unüberhörbar nach, dass der Mond selbst diese «langen» Wellen reflektiert. Allerdings: Auch bei diesem Experiment wurde mit voller Leistung von 1 TW ERP gesendet.

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Video

Ein faszinierendes Video zum Moonbounce-Experiment hat Randall Hall, K7AGE produziert.


(Quelle: Webseite USKA)

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