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MOSKAU, (RIA Novosti). Die neue russische Weltraumrakete Angara wird 2012 erstmals ins All abheben.

Das teilte Grigori Murachowski, Generaldirektor des Raumfahrtunternehmens Poljot (Omsk) in einem Interview mit. Das Interview wurde am Dienstag auf der Webseite des Raketenbaukonzerns Chrunitschew veröffentlicht, zu dem Poljot gehört. Beim Bau der neuen Rakete würden die neusten digitalen Steuerungssysteme genutzt, sagte Murachowski. Die Rakete verkörpere die gesamten technischen und Forschungserfahrungen der letzten Jahre und sei mit dem umweltsichereren Triebwerk RD-191 ausgestattet.

Angara ist eine Familie von Weltraumraketen leichter, mittlerer und schwerer Klasse, die bis zu 24,5 Tonnen schwere Nutzlasten auf 200 Kilometer hohe Umlaufbahnen bringen können. Die Angara gehört zur neuen Generation von Trägerraketen mit Sauerstoff-Kerosin-Triebwerken. Von ihren Konkurrenten unterscheidet sie sich durch niedrigere Selbstkosten.

Mit der Angara, die als zuverlässigste Rakete der Welt gilt, verschafft sich Russland einen garantierten Zugang zum Weltraum, da sie auch von nördlichen Breiten aus starten kann. Nach der Inbetriebnahme der neuen Rakete kann Russland bei den Starts von militärischen Satelliten auf den kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur verzichten.

Zuvor hatte Chrunitschew-Generaldirektor Wladimir Nesterow geäußert, dass mit der Angara ein „universeller Raketenkomplex" ins Leben gerufen werde, der Nutzlasten von 3,5 bis 24,5 Tonnen in den Weltraum bringen könne und in der schweren Klasse der europäischen Ariane-5-Rakete Konkurrenz mache. Es seien drei Raketenklassen geplant, die aus den gleichen Modulen zusammengebaut würden und von ein und derselben Startanlage starten könnten, sagte Nesterow. Bislang müsse für jede Raketenklasse eine eigene Startanlage gebaut werden.
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