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Mit "äußerster Sorge" betrachtet die Arbeitsgemeinschaft Amateurfunkfernsehen (AGAF) die geplante Ansiedelung von Betriebsfunk im 70-cm-Amateurfunkband. Dies geht aus einer Stellungnahme der AGAF an die BNetzA zum Entwurf des neuen Frequenznutzungsplans hervor.

Im Entwurf dieses Frequenznutzungsplans ist im ISM-Bereich des 70-cm-Amateurfunkbandes (433,0875 bis 434,7625 MHz) erstmals Datenübertragung zu Betriebsfunkzwecken vorgesehen. Die höchstzulässige Strahlungsleistung dieser Betriebsfunk-Anwendung ist im Entwurf mit 5 Watt (ERP) ausgewiesen. Sie würde damit erheblich höher liegen als die Leistung der bisher in diesem Bereich zugelassenen ISM- bzw. SRD-Funkanwendungen.

Die AGAF weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass schon die bisherigen ISM-Funkanwendungen im 70-cm-Amateurfunkband eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen. Durch den zusätzlichen Betriebsfunk würde sich zusätzlich ein "Störpotenzial größeren Ausmaßes" ergeben. Dies würde sich auch auf digitale Betriebarten wie zum Beispiel das digitale Amateurfunkfernsehen (DATV) auswirken. Der Empfang solcher Aussendungen sei dann "praktisch unmöglich".

Die AGAF beantragte deshalb bei der BNetzA, das "Vorhaben, Betriebsfunk im 70-cm-Amateurfunkband (...) zu genehmigen, völlig zurückzuziehen".

(Quelle: funkmagazin.de)

Anmerkung: Die Stellungnahme der AGAF kann (befristet bis zum 17. Dezember 2007) im Internet unter www.bundesnetzagentur.de/media/archive/11929.pdf eingesehen werden.

 

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