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19:55 Uhr - Nach dem Kabelbruch bei Moskau, der einen Ausfall der Verbindung zur Internationalen Raumstation ISS und zu einigen Satelliten verursacht hat, funktioniert das russische ISS-Segment nach Angaben der Raumfahrtbehörde Roskosmos ohne Beeinträchtigung. Es gebe keine Verbindungsprobleme mit dem russischen Segment, teilte Alexej Krasnow, Ressortleiter Bemannte Programme bei Roskosmos, am Mittwoch mit. Nach seinen Worten werden die notwendigen Befehle an die ISS über US-amerikanische Kommunikationsmittel übermittelt.

Krasnow bestätigte, dass ein Kabel nahe Moskau beschädigt sei. Doch sei der Betrieb des russischen ISS-Segments dadurch nicht beeinträchtigt. „Es war von vornherein so geplant: Wenn Probleme entstehen, sichern uns die amerikanischen Verbindungsmittel ab.“

Die für den 19. November geplante Abkopplung des Raumschiffes Sojus TMA-05M, mit dem der russische Kosmonaut Juri Malentschenko, Nasa-Astronautin Sanita Williams und der japanische Raumflieger Akihido Hoshide auf die Erde zurückkehren sollen, werde wegen dem Kabelbruch nicht verschoben, sagte Krasnow. Er teilte ferner mit, dass ein Instandsetzungsteam bereits zum Ort der Panne ausgerückt sei, um das defekte Kabel zu reparieren.

Der größte russische Satellitenbetreiber RSCC ließ seinerseits wissen, dass seine Satelliten von der Panne nicht betroffen seien.

Zuvor hatte ein Sprecher der russischen Raumfahrtindustrie RIA Novosti mitgeteilt, dass Russland wegen einem Kabelbruch bei Moskau dem russischen ISS-Segment und den meisten Zivilsatelliten keine Kommandoimpulse mehr übermitteln könne. Nach Angaben der Quelle kann das Problem frühestens in 48 Stunden gelöst werden, weshalb der für den 19. November geplante Rückflug des Raumschiffes Sojus TMA-05M gefährdet sei.

Die militärischen Satelliten sind von der Panne nicht betroffen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
(RIA Novosti)

 

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