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12:11 Uhr, Die wahrscheinlichste Ursache für die Havarie der russischen Marssonde Phobos-Grunt könnte laut einer ämterübergreifenden Kommission ein Programmierfehler im Bordrechnungssystem gewesen sein, schreibt die russische Zeitung „Kommersant“ am Montag. Dabei hat die Kommission keine der Versionen über eine äußere Einwirkung auf die Sonde, darunter über eine absichtliche Einwirkung der auf den Marshall-Inseln basierenden US-Radaranlage, als haltbar befunden, berichtet der „Kommersant“ unter Berufung auf einen Sprecher der Branche. Das habe ein Labor-Experiment bewiesen, bei dem die Messgeräte, wie sie auch an Bord der Sonde waren, Radarstrahlung ausgesetzt wurden.

Die Kommission stellte am Montag dem Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos Wladimir Popowkin die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu den Ursachen des Scheiterns der russischen Marsmission vor.

Russland hatte am 9. November die 13,5 Tonnen schwere Sonde zum Marsmond Phobos gestartet. Die erste interplanetare russische Sonde seit 15 Jahren sollte Grundproben zur Erde bringen.

Seit dem Start umkreist Phobos-Grunt jedoch noch immer die Erde, weil die Marschtriebwerke für den Eintritt in die Übergangsbahn zum Mars nicht gezündet hatten. Russische und internationale Bodenstationen versuchten drei Wochen lang ohne Ergebnis, den Apparat neu zu programmieren oder von ihm telemetrische Daten zu empfangen. Obwohl russischen und europäischen Bodenstationen die Kontaktaufnahme zu Phobos-Grunt gelungenwar, stürzten die Reste der Sonde nach mehr als zwei Monaten unkontrollierten Fluges am 15. Januar in den Pazifik.
(RIA Novosti)

 

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