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14:28 Uhr, Die USA haben nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos die Einladung zur Teilnahme an dem Experiment zur Klärung der Ursachen für das Scheitern der russischen Marsmondmission mit der interplanetaren Sonde Phobos-Grunt abgelehnt. „Roskosmos hatte der US-Seite offiziell die Teilnahme an der Untersuchung angeboten, aber die USA lehnten diese Einladung ab“, sagte der stellvertretende Chef der russischen Weltraumbehörde, Anatoli Schilow, am Donnerstag in Moskau.

Laut einer der Versionen, die jetzt geprüft werden, könnte der Ausfall der Marschtriebwerke der Raumsonde Phobos-Grunt vom störenden Einfluss einer US-Radaranlage ausgelöst worden sein. Roskosmos hatte Experten der US-Raumfahrtagentur NASA zu einem diesbezüglichen Bodenexperiment hinzuziehen wollen.

Schilow teilte ferner mit, dass die zuständige Roskosmos-Kommission ihre Arbeit, darunter die Untersuchung einer möglichen ungewollten Einwirkung von militärischen US-Radaranlagen auf dem Atoll Kwajalein (Marshall-Inseln) auf die russische Sonde, bereits abgeschlossen habe, jedoch die Untersuchungserkenntnisse nicht nennen wollte. Der diesbezügliche Abschlussbericht soll dem Roskosmos-Chef Wladimir Popowkin am Montag vorgelegt und in der kommenden Woche veröffentlicht werden, so Schilow.

Die US-Regierung hatte früher klar gemacht, dass die Vermutung, dass die Havarie der Phobos-Grunt-Sonde auf einen Fremdeinfluss zurückzuführen sei, jeglicher Grundlage entbehre.

Die russische interplanetare Sonde, die Gesteinsproben vom Marsmond Phobos zur Erde hätte bringen sollen, war am 9. November mit einer Zenit-2-SB-Trägerrakete vom Raumbahnhof Baikonur gestartet worden. Da aber die Marschtriebwerke der Sonde nicht angesprochen hatten, erreichte diese die vorgegebene Übergangsbahn zum Mars nicht und blieb in einer erdnahen Umlaufbahn stecken.

Am 15. Januar stürzten Bruchteile der Sonde, die nicht in der dichteren Schicht der Erdatmosphäre verglüht waren, in den Pazifik.
(RIA Novosti)

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