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11:00 Uhr - Die russische Raumsonde Phobos-Grunt kann zwischen dem 15. und 16. Januar auf die Erde stürzen, berichtet das Strategische US-Kommando, zu dessen Aufgaben die Kontrolle über den Weltraummüll gehört. Gemäß den Berechnungen des US-Militärs soll der russische Apparat zwischen 02.39 Uhr Greenwicher Zeit (04. 39 Uhr MEZ) am 15. Januar und 07.39 Uhr Greenwicher Zeit (09.39 Uhr MEZ) am 16. Januar abstürzen.

Zuvor hatte die Russische Weltraumbehörde Roskosmos mitgeteilt, dass die Marssonde zwischen dem 15. und 16. Januar mit dem Zentralpunkt am 15. Januar um 14.12 Uhr MEZ niedergehen soll. Die für diesen Zentralpunkt berechnete Absturzstelle liege im Indischen Ozean nördlich von Madagaskar.

Dabei können 20 bis 30 Fragmente der Raumsonde mit einer maximalen Gesamtmasse von 200 Kilogramm die Erdoberfläche erreichen. Der toxische Treibstoff werde in den dichten Schichten der Atmosphäre in einer Höhe von etwa 100 Kilometern verbrennen, hieß es.

Seit dem Start am 9. November umkreist Phobos-Grunt, die erste interplanetare russische Sonde seit 15 Jahren, immer noch die Erde, weil die Marschtriebwerke für den Eintritt in die Übergangsbahn zum Mars nicht gezündet hatten. Obwohl russischen und europäischen Bodenstationen die Kontaktaufnahme zu Phobos-Grunt gelungen ist, reagiert die Sonde nicht auf Befehle und befindet sich im Sinkflug.

Die russische Sonde, die nach dem Fehlstart vom Kosmodrom Baikonur auf einer erdnahen Umlaufbahn gestrandet ist, sollte auf dem Marsmond Phobos landen, dort Bodenproben entnehmen und sie in einer kleinen Rückkehrkapsel zur Erde bringen. Von diesen Proben erhofften sich die Forscher neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Außerdem sollte ein chinesischer Mikrosatellit auf einer Mars-Umlaufbahn ausgesetzt werden.
(RIA Novosti).

 

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