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167391619:44 Uhr - BERLIN, 17. Mai (RIA Novosti). Die Weltraumraketen-Korporation "Energija" entwickelt ein System zur Rückbeförderung von Gütern von der Internationalen Raumstation (ISS) mit modernisierten bemannten Sojus-Raumschiffen.

Das teilte der Chef der Korporation, Nikolai Sewastjanow, in Berlin mit.

"Wir sind jetzt an die Entwicklung eines Systems herangegangen, das es ermöglichen soll, beim Ausfall von Flügen amerikanischer Shuttles bis zu 500 Kilogramm Güter in der Landekapsel eines bemannten Sojus-Raumschiffes von der ISS zur Erde zurückzubefördern", sagte Sewastjanow.

Die russischen Raumtransporter vom Typ Progress, die jetzt zum Transport von Gütern zur Raumstation genutzt würden, könnten im Unterschied zu den Shuttles, deren Flüge bis zum Jahr 2010 völlig eingestellt werden sollen, keine Güter von der ISS zurückbringen, sagte der Energija-Chef.

Ihm zufolge soll es der Rücktransport von Gütern mit russischen Sojus-Raumschiffen Russland gestatten, eine teilweise Unabhängigkeit von den amerikanischen NASA-Partnern zu erreichen.

Wie Sewastjanow mitteilte, werden ab dem Jahr 2009, noch bevor die Shuttle-Flüge zur ISS eingestellt werden, nach einem Vertrag mit der NASA sechsköpfige Besatzungen mit russischen Sojus-Raumschiffen zur ISS befördert und dann zur Erde zurückgebracht.

"Nach dem mit der NASA erzielten Abkommen werden amerikanische Astronauten ebenfalls nur mit russischen Sojus-Raumschiffen auf finanzieller Grundlage zur ISS gebracht", sagte Sewastjanow.

 

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