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Hallo,

pünktlich um 1943 UTC startete die DNEPR-1 Rakete - doch nach der Separierung der ersten Stufe war  schon alles vorbei....

Der misslungene Start wurde offiziell bestätigt, es gibt aber noch keine Gründe.

73, Mike

Fehlstart einer Dnepr-Trägerrakete mit 18 Kleinsatelliten

start10:38 MOSKAU, 27. Juli (RIA Novosti). In der Nacht zum Donnerstag ist der Start einer Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) missglückt, teilte ein Vertreter des Flugleitzentrums (Russ. Abk.: ZUP) der RIA Novosti mit.

"In der 86. Sekunde erfolgte die selbständige Abschaltung der Triebwerke der Trägerrakete Dnepr mit 18 Kleinsatelliten an Bord", sagte der Vertreter des Flugleitzentrums. Ihm zufolge kam es zu der Störung, kurz nachdem die zweite Stufe der Trägerrakete gezündet hatte.

Die russische Dnepr-Trägerrakete sollte 18 Kleinsatelliten, darunter den ersten weißrussischen Weltraumapparat BelKa, den russischen Studenten-Satelliten Baumanez und einige ausländische Raumsonden auf eine Umlaufbahn bringen.

Der BelKA-Satellit war zur Fernerkundung der Erde bestimmt. Seine Projektkosten beliefen sich auf etwa 230 Millionen Rubel (ein Euro entspricht 33,9 Rubeln). Der Satellit sollte wenigstens fünf Jahre auf der Umlaufbahn bleiben.

Der Satellit Baumanez wurde anlässlich des 175. Gründungstages der ältesten technischen Hochschule Russlands, die Bauman-Universitätentwickelt. Das war ein Gemeinschaftsprojekt dieser Hochschule und der Forschungs- und Produktionsvereinigung Maschinenbau. An Bord von Baumanez sollten einige Experimente angestellt werden. Das war der erste Studenten-Satellit zur Lösung praktischer wissenschaftlicher Aufgaben.

Die Trägerrakete Dnepr wurde auf Basis der interkontinentalen ballistischen Rakete RS-20 entwickelt. Sie wird seit 1999 eingesetzt. Bei einer Startmasse von etwa 250 Tonnen, eine Länge von 34,3 Meter und einem Durchmesser von drei Metern kann sein einen oder mehrere Satelliten unterschiedlicher Bestimmung von bis zu 3,7 Tonnen Gesamtnutzlast auf Umlaufbahnen zwischen 300 und 900 Kilometern bringen.

Wie Igor Panarin, Pressesprecher von Roskosmos (Russische Föderale Raumfahrtagentur), der RIA Novosti telefonisch mitteilte, hat eine Kommission mit der Ermittlung der Ursachen des Fehlstarts begonnen.

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