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Mai

Asteroid auf Kollisionskurs: Russen erwägen Beschuss mit Superrakete


14:51 Uhr - MOSKAU, (RIA Novosti). Die russische Raumfahrfirma NPO Lawotschkin will einen Raumapparat zur Erforschung des Asteroiden Apophis entwickeln, berichtet die Zeitung „Wsgljad" am Mittwoch. Der Asteroid soll 2029 an der Erde vorbeischrammen, zehn Jahre später könnte er sogar mit der Erde kollidieren. Viktor Schor vom Institut für angewandte Astronomie berichtet in der „Wsgljad" über die Wahrscheinlichkeit eines solchen Zusammenstoßes und die Möglichkeiten, ihn zu verhindern.

Apophis wurde 2004 entdeckt. Es stellte sich heraus, dass er 2029 ungewöhnlich nahe an der Erde vorbeifliegen wird. Nach jüngsten Schätzungen soll die Distanz des Asteroiden zum Zentrum der Erde rund 38 000 Kilometer betragen. Dadurch wird sich die Flugbahn des Asteroiden verändern. Die möglichen Veränderungen können die Rückkehr des Asteroiden zur Erde in sieben Jahren, also 2036, einschließen. Das kann zu einer Kollision führen. Die Wahrscheinlichkeit davon ist aber sehr gering, sie wird auf 0,0004 Prozent geschätzt.

Wenn der Asteroid auf die Erde prallen würde, wäre das eine Katastrophe. Eine Fläche von mehreren Hundert Quadratkilometer wäre verwüstet.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, den Zusammenprall zwischen Apophis und der Erde zu verhindern. Beispielsweise lässt sich der Asteroid durch den Beschuss mit einer mehrere Tonnen schweren Rakete abwehren. Dadurch würde er eine sofort eine beträchtliche Strecke zurücklegen, was einen Crash ausschließen würde.
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