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Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden haben ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe sich GSM-Handys anhand des "Fingerabdrucks" ihres Sendesignals identifizieren lassen.

Die Dresdner Wissenschaftler nutzten dazu den Umstand, dass das Sendesignal eines jeden Handys aufgrund von Fertigungstoleranzen der Gerätebauteile bestimmte individuelle Merkmale aufweist. Durch Auswertung dieser Merkmale lässt sich nahezu jedes Handy identifizieren. Bei Testreihen mit 13 Handys gelang es den Wissenschaftlern mit einer Genauigkeit von mehr als 97 Prozent, das Sendesignal dem jeweiligen Gerät zuzuordnen.

Anwendungsgebiete für diese Technik sehen die Dresdner Forscher z.B. bei der Verfolgung von Straftaten. Die Identifizierung von GSM-Handys über die Geräte-Kennung IMEI gilt als unsicher, weil diese Kennung mit Hilfe entsprechender Software geändert werden kann. Der individuelle "Fingerabdruck" eines Handy-Senders wird dagegen als weitgehend fälschungssicher angesehen.

Die Dresdner Wissenschaftler beschreiben ihr Verfahren zur Handy-Identifizierung in einer (englischsprachigen) Studie, die im Internet unter http://www.dence.de/publications/Hasse13_GSMMobilePhoneIdentification.pdf heruntergeladen werden kann.

Das Prinzip, Funkgeräte anhand ihres "Fingerabdrucks" zu identifizieren, ist nicht neu. Bereits im Jahre 1994 hatte der amerikanische Funkamateur Phil Farrell, K7PF, ein solches Verfahren entwickelt und kommerziell vermarktet. Im Jahre 1995 brachte Richard Rager, KB8RLN, das DOS-Programm "Xmit_ID" heraus, mit dessen Hilfe sich Sender anhand ihres Einschwingverhaltens identifizieren lassen (das Funkmagazin berichtete). Umfassende Informationen zu diesem Programm sowie eine Downloadmöglichkeit stehen auch heute noch im Internet unter www.qsl.net/n/n9zia//xmit_id/ zur Verfügung.

(Quelle: funkmagazin)

 

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