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15:06 Uhr - Ein offizielles Gutachten zu den Ursachen für den Fehlstart der russischen Marsmond-Sonde Phobos-Grunt soll am 26. Januar vorgestellt werden. Das teilte Juri Koptew, Chef der interdisziplinären Kommission der russischen Weltraumagentur Roskosmos und Vorsitzender des wissenschaftlich-technischen Rates des Staatskonzerns Rostechnologii, am Mittwoch RIA Novosti mit.

„Wir werden Roskosmos-Chef Wladimir Popowkin am 26. Januar ein offizielles Gutachten vorlegen“, so Koptew. Ihm zufolge wäre es verfrüht, jetzt die Ursachen für die Panne der Raumsonde zu nennen.

Laut dem Kommissionschef sollen vorläufige Daten am Freitag in einer Sitzung mitgeteilt werden. Danach werde er bereit sein, etwas Konkretes darüber zu berichten, sagte Koptew.

Phobos-Grunt, die erste russische interplanetare Raumsonde seit 15 Jahren, hätte am Mars-Satelliten Phobos Gesteinsproben entnehmen und zur Erde bringen sollen. Nach einem planmäßigen Start der Sonde mit einer Zenit-Trägerrakete hatte die Triebswerksanlage der Sonde nicht angesprochen und diese nicht auf eine Übergangsbahn zum Mars gebracht. Als Folge blieb Phobos-Grunt auf einer erdnahen Umlaufbahn stecken.

Laut Berechnungen soll die fehlgeleitete Sonde Mitte Januar in eine dichtere Schicht der Erdatmosphäre eintreten und dort zu einem großen Teil verglühen.
(RIA Novosti)

 

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