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14:57 Uhr - NEU DELHI, 25. September (RIA Novosti). Ein an der indischen Mondsonde Chandrayan-1 installiertes Gerät hat wie zuvor schon ein amerikanisches ebenfalls das Vorhandensein von Wasser auf dem Mond nachgewiesen. Das teilte Madhavan Nair, Chef der indischen Organisation für Weltraumforschung, am Freitag mit.

Die Chandrayan-1 war im Oktober 2008 ins All gestartet und arbeitete bis Ende August 2009, als die Verbindung mit ihr abbrach, auf einer Mondumlaufbahn.

Im November 2008 trennte sich das indische Forschungsgerät Moon Impact Probe (MIP) von der Raumsonde flog zur Mondoberfläche. Während seines 20-minütigen Falls fotografierte es den Mond und analysierte die Zusammensetzung der Mondatmosphäre.

Die gewonnenen Daten wurden zur Chandrayan-1 und von dort zur Erde übertragen. Die Analyse der Daten erforderte einige Monate und ist noch nicht abgeschlossen.

"Eine der Hauptaufgaben der Chandrayan-1 war die Suche nach Wasser. Unser MIP fand es", sagte Nair am Freitag im indischen Fernsehen.

US-amerikanische Wissenschaftler gaben am Mittwoch bekannt, dass das amerikanische Gerät Moon Mineralogy Mapper (M3) an Bord der "Chandrayan" auf der Mondfläche Wassermoleküle gefunden habe.

Madhavan Nair nannte das gefundene Wasser eine regelrechte Durchbruchsentdeckung und fügte hinzu, dass sich die Menge des auf dem Mond vorhandenen Wassers als viel größer als prognostiziert erwiesen habe.

"Aber das Wasser existiert dort nicht als Meer, See, Pfütze oder Tropfen. Es befindet sich im Oberflächengestein", präzisierte Nair.

Auf die Frage, ob es möglich sei, Wasser auf dem Mond zu gewinnen, antwortete er: "Ja, das ist möglich. Aber eine Tonne Gestein ergibt nur einen halben Liter Wasser."

Nair erläuterte, dass die Entdeckung von Wasser auf dem Mond auf die Erschließung des natürlichen Erdsatelliten in der Zukunft hoffen lasse.
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