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14:11 Uhr - MOSKAU, 30. Oktober (RIA Novosti). Im Weltraumbahnhof Plessezk (Nordrussland) geht die Vorbereitung für den Start der Rakete "Rockot" mit Raumsonden SMOS und Proba-2 ihrem Ende zu. Das teilte der PR- und Informationsdienst der Weltraumtruppen am Freitag mit.

An der Startvorbereitung der "Rockot" mit den Raumsonden nahmen zusammen mit Angehörigen der Weltraumtruppen auch Fachleute des russischen Chrunitschew-Raumfahrtzentrums sowie Vertreter von europäischen Organisationen und Unternehmen - EADS, CASA Espacio (Spanien), Thales Alenia Space Indusries (Frankreich), Nationale Raumfahrtagentur Frankreich (CNES), Verhaert Design & Development NV (Belgien) - teil, die an Entwicklung und Bau von Raumsonden beteiligt waren.

Der Start der Rakete ist für den 2. November vorgesehen.

SMOS ist ein neues Projekt zur Erforschung der Erde, das von der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) im Rahmen des Programms "Lebendiger Planet" realisiert wird.

Der Satellit Proba-2 ist die zweite Raumsonde, die die "Rockot" auf eine erdnahe Umlaufbahn bringen soll. Sie wurde im Rahmen des PROBA-Projekts (Projekt for Onboard Autonomy) entwickelt.

Diese relativ kleine Raumsonde ist für die Erprobung von neuen Werkstoffen und Technologien, die bei der Entwicklung der Raumfahrttechnik angewendet werden, bei einem realen Weltraumflug bestimmt.

Der Apparat, den man mit Recht als ersten belgischen Satelliten bezeichnen kann, wurde von einem europäischen Konsortium entwickelt und hergestellt, das von der belgischen Verhaert Design and Development NV, Tochtergesellschaft der britischen Qinetiq, geleitet wird.

Der bevorstehende Start der Trägerrakete "Rockot" ist der Dritte im laufenden Jahr.

In diesem März brachte die Rakete den europäischen Weltraumapparat GOCE, den ersten Satelliten für die Erforschung der Erde im Rahmen des ESA-Programms "Lebendiger Planet", erfolgreich auf die Umlaufbahn.

Im Juli erfolgte der Start der "Rokot"-Rakete mit drei russischen Satelliten militärischer Bestimmung.

Die Trägerrakete der leichten Klasse "Rockot" wurde im Chrunitschew-Zentrum auf Anordnung der russischen Regierung auf der Basis der ausgemusterten zweistufigen ballistischen Raketen RS-18 entwickelt. Sie ist für Raumsonden mit einer Masse von bis zu zwei Tonnen auf niedrigen Umlaufbahnen bestimmt.

Die "Rockot" besteht aus drei Stufen. Die ersten zwei Stufen bilden den Beschleunigungsblock der strategischen Rakete RS-18 (SS-19) . Als dritte Stufe wird der Beschleunigungsblock "Bris-KM" genutzt.
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