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Am 07.11.09 konnte der DV-Adapter aus der Zeitschrift FUNKAMATEUR erstmalig bei einem Transatlantik-QSO im KW-Band  erfolgreich eingesetzt werden. Peter Scherp AI4Ue /DJ6ZR im Locatorfeld FM06HC hatte in den ersten Novembertagen innerhalb der USA erfolgreich die KW-Verbindungen mit der Betriebsart D-Star über Bodenwelle schon getestet.
Daraufhin entstand die Idee, dieses auch auf Kurzwelle über den grossen Teich einmal zu testen. Peter Scherp und Ralf Gross DL5RW aus Golf32 verabredeten sich für das Wochenende 07.11 und 08.11..

Am Samstag wurden bei ersten Tests noch einige technische Probleme gelöst.
Am Sonntag dann am 08.11.09 um 13:00 (in USA früher Sonntagmorgen) war alles fertig konfiguriert.
Der DV-Adapter war auf beiden Seiten an einem ICOM 706MKIIG angeschlossen.
Dieser speist das Signal in eine Endstufe der Marke ACOM1000 bei Ralf und Peter hatte eine Ameritron AL811.

Als Antennen benutzten beide einen KW-Beam. An dem Gerät (IC-706MKIIG) selbst brauchte nichts geändert zu werden, ausser dass im Menue die 9K6 Funktion eingeschaltet werden musste. Es eignet sich aber jeder andere KW-Transeiver, der eine Paket Funktion hat.

Peter AI4Ue /DJ6ZR stellte während der Tests auf seinem US-Server einen Live-Videostream ins Netz, auf dem teilweise bis zu 14 D-Star Interessierte zuschauten.

Auf deutscher Seite bei DL5RW – (Locator JO30TT) - wurde mit einer FM-Dauerleistung von 550Watt gearbeitet um die 6800km DIGITAL zu überbrücken und bei Peter war es  eine geminderte Leistung von knapp 500Watt.

Zunächst darf man festhalten, dass die Betriebsart D-Star auch auf KW einwandfrei funktioniert, selbst dann, wenn auf den Seiten ein SSB Signal liegt wenn es denn die Ausbreitungsbedingungen erlauben.
Für ein dauerhaftes QSO reicht es aber nach diesen kurzen Tests noch nicht.  Der Bandplan gibt in Deutschland allerdings einen Betrieb in der Betriebsart D-Star auf den meisten KW-Bändern auch nicht her. Erst im 10meter Band stände die erforderliche Bandbreite für ein GMSK Signal von 5,6Khz  zur Verfügung.

Bei D-Star handelt es sich um einen digitalen Übertragungsstandard (in GMSK).
Erfunden wurde er vom japanischen Amateurfunkverband JARL.
Eine Sprachübertragung guter Qualität benötigt nur halb soviel Bandbreite (6 KHz) wie ein FM-Signal. Trotzdem bleibt noch Platz für die gleichzeitige Übertragung von 1 Kbit Daten. So kann parallel zur Sprache auch noch die eigene Position übertragen werden (APRS) usw.

Was alles geht und was nicht soll im Rahmen der Möglichkeiten in Zukunft getestet werden.
Auf Kurzwelle gibt es zwar schon seit Jahren zahlreiche Versuche mit digitaler Sprachübertragung, etwa mit einer schmalbandigen Adaption des Übertragungsverfahrens Digital Radio Mondiale (DRM). Es ist aber noch kein Verfahren in Sicht, das die seit Jahrzehnten etablierte Einseitenbandmodulation (SSB) tatsächlich ablösen könnte. Digitale Modi versprechen zwar eine bessere Tonqualität – das aber ist für Funkamateure weniger interessant. Erst wenn ein digitales Signal einen besseren Störabstand als ein analoges bietet und dabei idealerweise obendrein weniger Bandbreite belegt, wird es für Funkamateure richtig spannend. Darüber hinaus gibt es weitere aktuelle D-Star News auf der Repeater Site von DB0RWK unter  www.db0rwk.de (aktuelles), auf der auch Bilder von dem aktuellen Test hinterlegt sind.

Über die Video Stream Site von Peter AI4Ue  kommt man an die Live Video Streams heran. Die Adresse ist auf www.db0rwk.de unter aktuelles direkt verlinkt. Der wichtigste für die Erstverbindung ist :
Dstar Live Radio, from 08.11.2009 08:52AM anklicken.  Nach ca. 20sec. kommt dann das erste richtige Signal.  

Quelle: Ralf Gross DL5RW  OVV G32/Koeln-Aachen Rundspruch 47

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