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2009 in Ostdeutschland Weihnachtsspaziergänge im Schnee

Offenbach, 18. Dezember 2009 - In wenigen Tage ist Weihnachten. Das ist sicher. Wird es aber auch Schnee geben? Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) haben mit ihrem Großrechenzentrum in Offenbach die Wettervorhersage bis Weihnachten berechnet. Nachdem die aktuelle Kältewelle am morgigen Samstag ihren Höhepunkt erreicht, kommen am Sonntag von Westen Schneefälle auf und am Montag wird nahezu ganz Deutschland weiß verschneit sein. Dann stellt sich die Großwetterlage um und ab Dienstag, 22. Dezember, setzt Tauwetter ein. Das wird vor allem für den Weihnachtsreiseverkehr problematisch, denn mit der Wetterumstellung besteht am Dienstag im Westen und am Mittwoch im Norden und Osten Deutschlands die Gefahr einer gefährlichen Glatteislage.

Am Heiligabend beruhigt sich voraussichtlich die Wetterlage wieder und bei 0 bis +5 Grad Celsius wird es nasskalt. Auch an den Weihnachtsfeiertagen setzt sich dieser Trend nach heutigem Stand fort.

In den Niederungen in der Westhälfte des Landes wird es wohl keine Weißen Weihnachten geben. Hier wird der Schnee weitgehend getaut sein. In der Osthälfte Deutschlands und in Lagen oberhalb von etwa 400 Metern können die Weihnachtsspaziergänge noch in einer überwiegend weißen Landschaft genossen werden.

Weiße Weihnachten höchstens alle drei Jahre - in München
Ein Blick in die „Weihnachtswetterstatistik“ des nationalen Wetterdienstes zeigt, dass Weiße Weihnachten in Deutschland selten sind. In München ist die Chance, an allen drei Festtagen durch Schnee zu stapfen, im Vergleich der größeren Städte noch am höchsten. In der bayerischen Hauptstadt liegt im Mittel etwa alle drei Jahre vom 24. bis 26. Dezember eine geschlossene Schneedecke. In Dresden feiert man immerhin alle vier bis fünf Jahre weiße Weihnachten, in Hamburg alle neun Jahre. Wer in Frankfurt am Main oder Aachen lebt, kann im Schnitt nur jedes zehnte Jahr mit Schnee rechnen. Noch viel seltener sind Weiße Weihnachten in ganz Deutschland. Die Recherche im vom DWD betriebenen Nationalen Klimaarchiv ergibt: Deutschland ganz in Weiß an allen drei Feiertagen gab es zuletzt 1981.

Weit verbreitete ist die Meinung, dass es früher mehr Weiße Weihnachten gegeben habe. „Diese Tendenz ist zwar erkennbar“, so Gerhard Müller-Westermeier, Klimaexperte des DWD. Obwohl die Jahresmitteltemperatur in Deutschland seit 1890 um ein Grad gestiegen ist, lasse sich der Einfluss auf das Weihnachtswetter statistisch aber noch nicht generell nachweisen. „Das wird aber nicht so bleiben. Die Klimaforscher sind ziemlich sicher: In 50 Jahren werden unsere Enkelkinder Weiße Weihnachten in Deutschland fast nur noch aus dem Fernsehen kennen.“

(Pressemitteilung DWD)
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