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NEU-DELHI,(RIA Novosti). Der Versuch Indiens, erstmals einen superschweren Nachrichtensatelliten, INSAT-4C, aus eigener Kraft in den Weltraum zu befördern, ist gescheitert, berichtet die Agentur PTI.

insat4c1Nach dem Start vom Weltraumbahnhof Sriharikota im Bundesstaat Andhra-Pradesh war es zu einem Fehler bei der Trennung der ersten Stufe der Trägerrakete gekommen. Daraufhin erfolgte eine Notladung des Satelliten, der von seiner Flugbahn abgewichen war. Das teilte der Chef der indischen Organisation für Weltraumforschung mit.

Indien hatte bisher seine Satelliten aus der INSAT-Serie vom Raumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet. Der mehr als zwei Tonnen schwere Satellit INSAT-4C war für einen zehnjährigen Einsatz angelegt und sollte mit einer indischen Dreistufen-Rakete von mehr als 400 Tonnen Gewicht ins All geschossen werden. Die Trägerrakete war nach Angaben der indischen Organisation für Weltraumforschung erfolgreich getestet worden.

Indien hofft, durch die Nutzung des eigenen Kosmodroms die Ausgaben für kosmische Kommunikationsmittel um mehr als 30 Prozent zu verringern. So kostete beispielsweise der Start des Telekommunikationssatelliten INSAT-4A im Dezember 2005 Indien 50 Millionen US-Dollar, wobei die Entwicklungskosten bei 80 Millionen US-Dollar gelegen hatten. Die Orbitalgruppierung Indiens umfasst rund 30 aktive Satelliten unterschiedlicher Bestimmung.

 

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