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MOSKAU, 01. August (RIA Novosti). Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos wird der zentralasiatischen Republik Kasachstan den nach dem Absturz einer russisch-ukrainischen Trägerrakete vom Typ Dnepr entstandenen Schaden ersetzen. 

Diese Maßnahme resultiert aus internationalen Normen und bilateralen Abkommen, sagte Roskosmos-Sprecher Igor Panarin am Dienstag in Moskau. Im Epizentrum des Absturzes, wo fast 80 Tonnen hochgiftigen Treibstoffes Heptil ausgelaufen waren, liege die Verschmutzung 228 Mal über der Norm. Etwa 150 Meter vom Trichter entfernt betrage die Verschmutzung bereits nur noch 10 Prozent der höchst zulässigen Marke.

Die Bodenproben waren von russischen und kasachischen Fachleuten am 29. Juli genommen worden. Analysiert wurde auch das Wasser in der Siedlung Schanakala, 35 Kilometer vom Unfallort. In Schanakala wurden keine Heptil-Komponenten nachgewiesen. Experten zufolge lässt die Verschmutzung schnell nach, weil sich das Heptil durch das Sonnenlicht zersetzt. Russische und kasachische Fachleute arbeiten Maßnahmen zur Entseuchung der Böden aus.

Panarin teilte mit, dass der Absturz eine Explosion ausgelöst hatte. Dabei sei ein großer Teil des Heptils verbrannt. "Roskosmos äußerte Bedauern über den Vorfall und entschuldigte sich bei der kasachischen Seite und bei den Auftraggebern für den missglückten Start", sagte der Sprecher.

Die Dnepr-Rakete mit 18 Nanosatelliten an Bord war am 27. Juli vom kasachischen Raumbahnhof Baikonur gestartet. In der 74. Flugsekunde schaltete sich das Triebwerk der ersten Stufe frühzeitig aus. Die Rakete stürzte 150 Kilometer südwestlich der Stadt Baikonur über der Steppe ab.

 

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