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21:36 Uhr - Der Ende April gestartete erste ecuadorianische Satellit Pegaso ist mit Trümmern einer vor etwa 30 Jahren ins All geschossenen sowjetischen Rakete kollidiert.

Das teilte der Direktor der ecuadorianischen Raumfahrtbehörde, Ronnie Nader, am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit. "Ein Wrackteil streifte den Satelliten nur, er blieb in seiner Umlaufbahn. Derzeit versuchen Experten, einen möglichen Schaden abzuschätzen", sagte Nader.

Der Pegaso-Satellit wurde von ecuadorianischen Fachleuten ohne ausländische Hilfe konstruiert und gebaut. Der winzige Himmelskörper wiegt nur 1,2 Kilogramm, ist 75 Zentimeter lang und zehn Zentimeter breit. Seine Flugbahn hat eine Höhe von 650 Kilometern.

Für den Bau des Pegaso-Satelliten und des Raumapparates Krysaor, der in diesem Sommer von Russland ins All geschossen wird, hatten die ecuadorianische Raumfahrtbehörde und eine Privatfirma rund 80 000 US-Dollar ausgegeben. Dabei betragen die Kosten für den Start beider Satelliten, ihre Versicherung, Transport und Erprobungen noch etwa 700 000 Dollar.

Pegaso war am 26. April vom Weltraumbahnhof Jiuquan in China gestartet. Das Ziel des Satelliten besteht unter anderem in dem Auffinden und Erfassen von Weltraummüll, gleichzeitig soll mit den übertragenen Bildern ecuadorianischen Schulkindern ein besseres Verständnis vom Weltraum vermittelt werden. Es war geplant, dass Pegasus fünf Jahre im Orbit arbeiten und danach im Meer versenkt wird.
(RIA Novosti)

 

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