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Welche Auswirkungen haben TV-Berichte über vermeintliche gesundheitliche Gefahren durch elektromagnetische Felder von Sendeanlagen auf das Befinden der Zuschauer? Dieser Frage sind die Wissenschaftler Michael Witthöft und James Rubin nachgegangen.

Die Wissenschaftler führten dazu eine Studie mit 147 Teilnehmern durch. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Einer Gruppe (76 Teilnehmer) wurde ein TV-Beitrag vorgeführt, in dem über negative gesundheitliche Auswirkungen von WLAN-Aussendungen berichtet wurde. Die zweite Gruppe (71 Teilnehmer) sah einen "neutralen" Film ohne Bezug zu WLAN. Anschließend wurde allen Teilnehmern mitgeteilt, dass man sie 15 Minuten lang dem elektromagnetischen Feld eines WLAN-Senders aussetzen werde. Was die Teilnehmer nicht wussten: Es handelte sich nur um eine "Schein-Befeldung" - in Wirklichkeit war kein WLAN-Sender eingeschaltet.

Anschließend wurden die Teilnehmer befragt, ob sie Symptome spüren, die sie auf die (angebliche) WLAN-Befeldung zurückführen. Tatsächlich berichteten 82 der 147 Teilnehmer (54 %) über derartige Symptome, insbesondere solche Teilnehmer, die den Film gesehen hatten, in dem die angeblichen Gefahren durch WLAN-Sender geschildert wurden.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Medienberichte über die Schädlichkeit angeblich gefährlicher Stoffe (in diesem Falle WLAN-Feldern) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Zuschauer eine Empfindlichkeit für diese vermeintlichen "Gefahren" entwickeln. Ein verstärktes Engagement von Journalisten und Wissenschaftlern sei erforderlich, um diesen negativen Auswirkungen zu begegnen.

Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie ist im Internet unter www.jpsychores.com/article/PIIS0022399912003352/abstract zu finden. Eine Diskussion dazu findet unter www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=52003 statt.

(Quelle: funkmagazin)

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