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21:03 Uhr - Als in der vergangenen Woche ein Meteorit über der Ural-Stadt Tscheljabinsk explodierte, wurden nach Angaben der russischen Wissenschaftsakademie nur 100 bis 200 Kilotonnen Energie freigesetzt. Die von der Nasa angegebene Einschätzung von 470 Kilotonnen ist stark übertrieben.

Die freigesetzte Energie liege höchstwahrscheinlich zwischen 100 und 200 Kilotonnen, sagte Boris Schustow, Direktor des Astronomie-Instituts der Russischen Wissenschaftsakademie. Die Einschätzung der Nasa sei vierfach übertrieben. Den Durchmesser des Meteoriten schätzt sein Institut auf 5 bis 20 Meter, sagte Schustow. Dabei handle es sich um annähernde Zahlen, die noch geprüft werden müssten.

Meteoriten mit einem Durchmesser von unter einem Meter würden in der Atmosphäre in 30 bis 40 km Höhe restlos verglühen, berichtete der Forscher. Bei größeren Himmelskörpern betrage die Gesamtmasse der Splitter, die es bis zur Erdoberfläche schaffen, höchstens fünf Prozent von der Anfangsmasse.

Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa war der Tscheljabinsker Meteorit mit einer Geschwindigkeit von 18 km pro Sekunde in die Atmosphäre eingetreten und in zehn bis 20 km Höhe explodiert. Dabei seien mit 470 Kilotonnen 30 Mal mehr Energie als bei der Explosion der Hiroshima-Bombe freigesetzt worden.
(RIA Novosti)

 

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