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Über einen ungewöhnlichen Weg, Regenmengen mit Hilfe von Funksignalen zu messen, berichtet die Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" unter Berufung auf das Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Dem Bericht zufolge wollen niederländische Wissenschaftler die Richtfunkstrecken zwischen Mobilfunk-Basisstationen als Indikatoren für die Niederschlagsmenge zweckentfremden. Die Wissenschaftler machen sich dabei den Umstand zunutze, dass elektromagnetische Felder im Frequenzbereich der Richtfunkstrecken durch Regentropfen gedämpft werden. Aus den Dämpfungswerten wollen die Forscher Rückschlüsse auf die in dem Bereich der jeweiligen Richtfunkstrecke niedergegangene Regenmenge ziehen. Weil die Mobilfunkanbieter die Übertragungsqualität ihrer Richtfunkstrecken in kurzen Zeitabständen überprüfen, stehen die zur Berechnung erforderlichen Daten ohnehin zur Verfügung.

Ein erster Test in den Niederlanden verlief erfolgversprechend: Mit einer speziellen Software werteten die Wissenschaftler zwei Wochen lang die Dämpfungswerte von 8000 Richtfunkstrecken aus. Die aufgrund dieser Mobilfunkdaten generierten Regenkarten zeigten nur wenige Unterschiede zu herkömmlichen, mit Hilfe von Messstationen und Satellitendaten erstellten Karten.

Die "Regenmessung per Mobilfunk" könnte nach Auffassung der Wissenschaftler in Ländern eingesetzt werden, die nur über ein lückenhaftes Netz von Wetterstationen verfügen.

Der vollständige (englischsprachige) Forschungsbericht kann im Internet unter http://www.pnas.org/content/early/2013/01/29/1217961110.full.pdf heruntergeladen werden.

(Quelle: Funkmagazin)

 

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