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Am 20. Juli gelangen Michael, DB6NT, und seinem QSO-Partner Andreas, DB2NP, eine Erstverbindung auf 725 GHz über eine Distanz von 20 m. Um 12:30 UTC tauschten sie dabei die Rapporte 529 aus. Die Luft-Temperatur lag bei 25 °C, die relative Luftfeuchte bei 51 % und der Taupunkt bei 13,7°.

Diese Bedingungen entsprechen einer Streckendämpfung von 288 dB pro Kilometer. Ein ähnlicher Dämpfungs-Wert besteht für eine EME-Verbindung auf 10 GHz – allerdings bei einer Signalstrecke von 700 000 km. Die Verbindung wurde in zwei Videos auf YouTube dokumentiert.

In einer weiteren Versuchsreihe zwei Tage später erhöhten die OMs die überbrückte Distanz auf 42 m. Doch wie ist es überhaupt zu diesen Versuchen auf 725 GHz gekommen? DB6NT beschreibt das wie folgt: „Nach der Fertigstellung meiner zweiten 241-GHz-Station überlegte ich, ob auch die Oberwellen des Sendesignals noch zu hören sind. Daraufhin schaute ich mir die Amateurfunk-Frequenzzuweisung für die Bänder oberhalb 300 GHz an. Dabei fiel mir auf, dass die dritte Oberwelle von 241 GHz in den für Amateurfunk nicht gesperrten Bereich von 711 bis 730 GHz fällt.“ Und weiter schreibt er: „725 GHz ist kein wirklich gutes Band zum Funken, aber es ist eine technische Herausforderung sich diesem Band zu stellen.“ Das wird schon daran deutlich, weil der Öffnungswinkel der Antennen weit unter einem Grad liegt. Für den Winter sind weitere Versuche bei trocken-kaltem Wetter geplant, um die erreichte Distanz von 42 m weiter zu erhöhen.

 

 

(Quelle: DARC)

 

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