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Die russischen Kosmonauten können laut dem Sprecher der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Wladimir Ustimenko, künftig mit US-Raumschiffen „Crew Dragon“ und „Starliner“ zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

„Alles wird in Plänen für das weitere Zusammenwirken behandelt”, teilte Ustimenko am Sonntag in Moskau mit.

Roskosmos sei bereit, dieses Thema mit der Nasa zu besprechen. Im Falle einer erfolgreichen Zusammenarbeit würden die Amerikaner weiterhin mit den russischen „Sojus“-Raumschiffen fliegen. Als nächstes soll die US-Astronautin Kathleen Rubins im Oktober an Bord einer Sojus-Kapsel zur ISS reisen – für 90,2 Millionen US-Dollar. Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin hatte aber auch gesagt, dass durch künftig von den USA nicht genutzte Plätze Russland wieder mehr eigene Kosmonauten ins All bringen könne. Das sei auch für die Weltraumforschung gut.

Russland beglückwünscht USA zum „Crew Dragon”-Start

Die Raumfahrtnation Russland hat die USA zu ihrem Erfolg beim Start des bemannten „Crew Dragon” zur Raumstation ISS beglückwünscht. Durch die neue Möglichkeit in den USA könnten die Länder nun die Anwesenheit ihrer Teams auf der ISS sicherstellen, schrieb Ustimenko im Kurznachrichtendienst Twitter.

Russland hatte seit Jahren sämtliche US-Astronauten, aber auch Raumfahrer anderer Länder zum Außenposten der Menschheit in 400 Kilometern Höhe gebracht. „Jetzt werden nicht nur Russen zur ISS fliegen, sondern auch Amerikaner. Das ist wunderbar!”, sagte Ustimenko.

„Im Kosmos ist schon alles passiert, und es ist unabdingbar, mindestens zwei Transportsysteme zu haben”, teilte Ustimenko am Sonntag in Moskau mit. In den vergangenen Jahren waren die Russen die einzigen, die in der Lage waren, Menschen zur ISS zu bringen.

Die Russen waren die ersten, die mit ihrer Technik ins Weltall vordrangen. Der Kosmonaut Juri Gagarin war 1961 der erste Mensch im Weltraum. Ustimenko sagte am Sonntag, dass Russland nicht auf der Stelle treten und sein eigenes Mondprogramm verfolgen werde. Zudem sollen in diesem Jahr zwei neue Raketen getestet werden. „Das wird interessant“, sagte er.

Am Samstag schickte Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida die erste bemannte Rakete zur ISS. Die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley hoben am Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Am Sonntag sollen die beiden Astronauten an der ISS andocken und dort rund einen Monat bleiben. Den Start verfolgten Millionen Menschen am Samstagabend live im Fernsehen. Auch das Andockmanöver an die Raumstation ISS kann live verfolgt werden.

sm/gs/dpa

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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