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08:10 Uhr, 03. Februar - Europa und die Schweiz gehen 2019 gemeinsam auf Planetenjagd. Untersucht werden im Rahmen der CHEOPS-Mission kleinere Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems. Auch auf bewohnte oder bewohnbare Kandidaten hoffen die Forscher zu stoßen.

Im Herbst verlässt der Satellit die Erde. Sputnik hat mit einer ESA-Forscherin über die Mission gesprochen.

Europa macht jetzt im Rahmen des CHEOPS-Projekts Jagd auf Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. „Die Hauptaufgabe der CHEOPS-Mission wird es sein, Exoplaneten zu untersuchen, die sich irgendwo zwischen der Größe des Neptuns und der Erde bewegen und einen hellen Stern umkreisen“, teilt ESA-Forscherin Kate Isaak gegenüber Sputnik mit. Von diesen Untersuchungen erhoffen sich die Forscher Aufschluss über Struktur, Bildung und Evolution solcher Planeten. Dabei sollen Sterne ins Auge gefasst werden, von denen schon bekannt ist, dass sie Exoplaneten beherbergen.

Der Satellit werde mithilfe hochauflösender Photometrie die Maße der Planeten bestimmen, erklärt Isaak weiter. Dabei werde die Leistung der betreffenden Sonne gemessen. Schiebt sich der Planet auf seiner Umlaufbahn zwischen Sonne und Satellit, wird der Planet als dunkler Punkt auf der Scheibe des Sterns zu sehen sein. Diesen Vorgang bezeichnet man als Transit. Aus dem Verhältnis des Punktdurchmessers zum Stern könne auf die Größe des Planeten geschlossen werden.

Außerdem werde der Satellit zwischen erdähnlichen Planeten und wasserstoffreichen Planeten sowie Ozeanplaneten unterscheiden können. Damit könnte die Mission auch zu der Liste der bekannten bewohnbaren Planeten neue Kandidaten beitragen. Auch nach Exomonden, Monden von Exoplaneten, werde CHEOPS Ausschau halten. Bei interessanten Kandidaten leitet das Team Daten über den Planeten an weitere wissenschaftliche Einrichtungen weiter, die dann die Atmosphären der Planeten untersuchen können, so Isaak.

CHEOPS hat nichts mit der ägyptischen Cheops-Pyramide zu tun. Es steht für „Characterising ExOPlanet Satellite“, was zu Deutsch etwa bedeutet: Satellit für die Bestimmung von Exoplaneten. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Europäischen (ESA) und der Schweizer Raumfahrtagenturen. ESA hat die Mission geplant und den Satelliten beigesteuert. Das Projekt wurde 2012 begonnen, die Instrumente gegen 2017 fertiggestellt. Im Zeitraum zwischen dem 15. Oktober und dem 14. November soll der Satellit mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Kounou in Französisch-Guayana ins All befördert werden.

Valentin Raskatov

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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