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01. August 1889 - Geburtstag Walther Gerlach

01. August 1889

Deutscher Physiker. Er studierte an der Universität Tübingen und wurde dort 1916 Dozent. Nach Aufenthalten in Göttingen und Frankfurt kehrte er 1925 als Professor für Physik nach Tübingen zurück, von 1929 bis 1957 war er Professor in München. Während des Zweiten Weltkriegs hielt er sich einige Zeit in Berlin auf, dort war er als "Beauftragter des Reichsmarschalls für Kernphysik" ab 1944 für das geheime deutsche Uranprojekt zuständig. Einen Höhepunkt in seiner wissenschaftlichen Laufbahn bildete 1921 die Entdeckung des Stern-Gerlach-Effekts, bei dem er zusammen mit Otto Stern nachwies, dass sich die Elektronen von Silberatomen in einem inhomogenen Magnetfeld in mehrere Strahlen aufteilen.  

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03. August 1922 - Das erste Hörspiel

03. August 1922

M: "Jack! Jack, was ist denn geschehen?"
J.: "Die Lampen sind ausgegangen."
M: "Wo bist du?"
J.: "Hier!"
M: "Wo? kann dich nicht finden!"

Mary und Jack sind in einer Kohlegrube verschüttet.

M.: "Warum sind denn auf einmal alle Lampen aus?"
J.: "Was weiß ich? Sie werden sicher gleich wieder angehen."
M.: "Meinst du?"

Danger heißt dieses Hörspiel von Richard Hughes. Es wurde im Januar 1924 erstmals in London aufgeführt. Damals, als der Hörfunk laufen lernte, entstanden auch schon Hörspiele. Experten sind sich uneinig, wann zum ersten Mal ein Hörspiel produziert wurde. Für einige ist "Der Wolf" das erste, gesendet bereits am 3. August 1922 in den USA. Andere sehen wiederum im gehörten "Danger" das weltweit erste Hörspiel.

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05. August 1908 - Explosion des Luftschiffes LZ 4

05. August 1908

Ferdinand Graf von Zeppelins Luftschiff LZ 4 wurde nach einer Notlandung in der Nähe von Stuttgart in einem Unwetter vollständig zerstört. Das LZ4 sollte am 4. und 5. August eine 24 Stundenfahrt unternehmen, um die Fahrtüchtigkeit des Schiffes zu beweisen. Nach diversen technischen Problemen und Notlandungen machte das Luftschiff in Echterdingen fest und brannte in dem aufgekommenen Sturm völlig aus. Ferdinand Graf von Zeppelin stand vor dem finanziellen Ruin, da er sein gesamtes Vermögen in das Projekt investiert hatte. Durch Spenden aus dem Volk konnte Zeppelin jedoch im Oktober desselben Jahres die Luftschiffbau Zeppelin GmbH gründen und seine Arbeit fortsetzen.

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06. August 1881 - Geburtstag Alexander Fleming

06. August 1881

Schottischer Bakteriologe. Während seines Medizinstudiums vor allem mit der Erforschung von Bakterien befasst, entdeckte er, dass eine seiner steril gehaltenen Bakterienkulturen von den Sporen eines Schimmelpilzes befallen worden war. Fleming stellte fest, dass sich überall dort, wo sich der Pilz ausbreitete, keine Bakterien ansiedelten und dort, wo welche vorhanden waren, diese sogar eingingen. Er nannte den Stoff, ein Stoffwechselprodukt des Pilzes, Penicillin, und schaffte es, ausreichende Mengen zur Behandlung von Patienten herzustellen. Fleming wurde 1944 geadelt. 1945 erhielt er zusammen mit H. Florey und E. Chain den Nobelpreis für Medizin.

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07. August 1944 - "Mark I" in Betrieb

07. August 1944

Der erste programmgesteuerte Hochleistungs-Digitalrechner der USA, der "Mark I", wurde an der Universität von Harvard, USA, vorgestellt. Von 1939 bis 1944 hatte der US-amerikanische Mathematiker Howard Hathaway Aiken (1900-1973) zusammen mit Clair D. Lake, B.M. Durfee und F.E. Hamilton den "Harvard Mark I" oder "Automatic Sequence Controlled Computer" (ASCC) konstruiert. Der Großrechner ist rund 2,5 Meter hoch und 16 Meter lang. Laut Aiken kann er in einer Drittelsekunde addieren und subtrahieren und in sechs Sekunden multiplizieren. Auch die US-Marine nutzte "Mark I". Aiken vervollkommnte seine Erfindung 1947 mit dem Nachfolgemodell "Mark II".  

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08. August 1902 - Geburtstag Paul Adrien Maurice Dirac
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Paul Dirac 1933
08. August 1902

Britischer Physiker. Nach dem Studium der Elektrotechnik in Bristol studierte er in Cambridge Mathematik. 1925 veröffentlichte er seine erste große Arbeit zur Quantenmechanik. 1928 stellte er die sogenannte "Dirac-Gleichung" auf, die das quantenphysikalische Verhalten der Elektronen im Einklang mit der Relativitätstheorie beschreibt. 1930 erschienen seine "Principles of Quantum Mechanics", für die er 1933 den Nobelpreis für Physik erhielt. 1932 wurde er Professor für Mathematik an der Universität Cambridge, 1930 Mitglied der "Royal Society". Er gilt mit Werner Heisenberg, Niels Bohr und Max Born als Begründer der modernen Quantenmechanik.

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10. August 1868 - Geburtstag Hugo Eckener

10. August 1868

Deutscher Luftschiffpionier. Nach dem Studium der Philosophie und Nationalökonomie übernahm er die Abteilung für Fahrtechnik der "Deutschen Luftschiffahrts-AG". Er lernte, die Schiffe selbst zu steuern und wurde bald Ausbilder von Kommandanten und Steuerleuten, im Ersten Weltkrieg auch für Heer und Marine. Nach dem Tod von Graf Zeppelin (1917) wurde er zu einer zentralen Persönlichkeit der Luftschifffahrt. Mitte der 1920er-Jahre wurde er Direktor der Verkehrsabteilung der "Luftschiffbau Zeppelin GmbH". 1924 gelang ihm mit der "Los Angeles" die erste Atlantik-Überquerung. Mit der "Graf Zeppelin" unternahm er von 1928 bis 1937 etwa 70 Reisen nach Nord- und Südamerika.

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11. August 1926 - Geburtstag Aaron Klug
11. August 1926

Britischer Biochemiker. Aaron Klug wurde in Litauen geboren, 1926 siedelte die Familie nach Südafrika über. Er studierte Naturwissenschaften, machte seinen Abschluss in Physik und promovierte 1952 über die Molekularstruktur von Stahl am Trinity College in Cambridge. 1954 ging er an das Birkbeck College in London, wo er unter anderem mit Rosalind Franklin zusammentraf. Er wurde Leiter der dortigen Virus-Abteilung, die 1962 an das neue MRC Laboratorium für Molekular-Biologie in Cambridge wechselte. 1986 wurde er Leiter dieses Labors. Den Nobelpreis für Chemie erhielt er 1982 für seine Arbeiten über Nucleinsäure-Komplexe. 1988 wurde er in den Adelsstand erhoben.

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12. August 1887 - Geburstag Erwin Schrödinger
12. August 1887

Österreichischer Physiker. Erwin Schrödinger wurde in Wien geboren. Nach Professuren in Jena, Stuttgart, Breslau und Zürich erschienen im Frühjahr 1926 in den "Annalen der Physik" seine fundamentalen Abhandlungen zur Wellenmechanik, die auch die berühmte "Schrödinger-Gleichung" enthielten. 1927 wurde er Nachfolger von Max Planck auf dem Lehrstuhl für theoretische Physik an der Berliner Universität. 1933 erhielt er gemeinsam mit Paul Audrien Maurice Dirac für die Entdeckung und Anwendung neuer Formulierungen der Atomtheorie, den Nobelpreis für Physik. Er kehrte in seine Heimat zurück, floh jedoch 1938, nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, ins Ausland. Von 1939 bis 1956 lebte und lehrte er in Dublin. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Österreich.

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02. August 1820 - Geburtstag John Tyndall

02. August 1820

Irischer Physiker. 1870 entdeckte er die Totalreflexion des Lichtes in einem gekrümmten Wasserstrahl und beobachtete 50 Jahre vor Alexander Fleming, dass Penicillium (Pinselschimmel) das Wachstum von Bakterien verlangsamt. Tyndall entwickelte verbesserte Nebelhörner und baute eine Atemmaske für Feuerwehrmänner. Herausragend war seine Lichtpfeife, dessen Konstruktion zur Grundlage der modernen Telekommunikation, Elektronik und Medizin wurde. So wird eine heutige Form der Lichtpfeife als Magenspiegel für die innere Untersuchung von Patienten genutzt. Seine Beobachtung über Polarisation des Himmelslichts durch atmosphärische Partikel ist heute noch unter dem Begriff "tyndall blue" bekannt.

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03. August 1958 - "USS Nautilus" erreicht den Nordpol
03. August 1958

Es ist kurz vor Mitternacht, als Captain William Anderson eine kurze feierliche Ansprache über die Bordsprechanlage hält. Der Nordpol ist erreicht. Die Crew der USS Nautilus dringt damit in gänzlich unbekanntes Gebiet vor. Der größte Teil der arktischen See ist noch unerforscht. Jahrelang schon haben U-Boote vergeblich versucht, den Nordpol anzusteuern.

Dr. Reinhard Krause, Historiker am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven sagte dazu: "Zunächst müssen sie davon ausgehen, dass 1958 die Topographie, also die Form des Meeresbodens, im arktischen Becken nur ganz, ganz unzulänglich bekannt war. Man fuhr praktisch in unbekanntes Gebiet hinein."

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05. August 1930 - Geburtstag Neil Alden Armstrong

armstrong_neil.jpg05. August 1930

US-amerikanischer Astronaut. Er betrat als Kommandant von "Apollo 11" und der Mondfähre "Eagle" am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond. Mit an Bord der "Apollo-11"-Mission waren die Astronauten Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins. Armstrong war ab 1962 im Astronautenprogramm der USA. 1966 war ihm das erste Kopplungsmanöver zweier Raumkapseln in der Erdumlaufbahn mit dem Projekt "Gemini 8" gelungen. 1971 verließ er die NASA und war bis 1979 Professor für Raumfahrt-Ingenieurswesen an der Universität in Cincinnati, Ohio. Danach ging er in die Wirtschaft und gründete mehrere Firmen. 1970 veröffentlichte er zusammen mit den Aldrin und Collins "Wir waren die Ersten".

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06. August 1932 - Die erste deutsche Autobahn
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©AngelaL/pixelio.de

06. August 1932

Zu Beginn der Ferienzeit spielen sich auf deutschen Autobahnen immer wieder die gleichen Szenen ab: In kilometerlangen Staus quälen sich Autofahrer über die Hauptverkehrsadern der Republik. Nichts geht mehr! Das war nicht immer so. Als am 6. August 1932 die erste öffentliche Autobahn Deutschlands zwischen Köln und Bonn eingeweiht wird, steht das Wort "Autobahn" noch für Fortschritt und Mobilität.

Der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer schreibt über das Ereignis in der "Kölnischen Zeitung": "Dass diese verkehrstechnische Neuerung, deren Inbetriebnahme einen neuen Zeitabschnitt in der deutschen Verkehrswirtschaft einleitet, ihren Ausgang in Köln nimmt, darf in uns das Gefühl des Stolzes und der Befriedigung wecken."

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08. August 1709 - Erfindung des Heißluftballons

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Der brasilianische Jesuitenpater Bartholomeu Lourenco de Gusmao führte dem portugiesischen König in Lissabon das erste flugfähige Modell eines Heißluftballons vor. Der Ballon hob zwar vom Boden ab, verfing sich jedoch in einem Vorhang und setzte diesen und das umstehende Mobiliar in Brand. So endete die wissenschaftliche Demonstration zwar mit einem Desaster - dennoch war der Grundstein zum Fliegen mit einem Gas, das leichter als Luft ist, gelegt. Der erste wirklich einsetzbare, bemannte Heißluftballon wurde 1783 von den Brüdern Montgolfier entwickelt, die so genannte "Montgolfière". Bald darauf wurde die Heißluft durch Wasserstoff und im 19. Jahrhundert durch das preisgünstigere Steinkohlegas ersetzt.

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(Foto: © Volker Innig / PIXELIO.de)

 
09. August 1819 - Geburtstag William Morton

09. August 1819

US-amerikanischer Zahnarzt. Morton setzte als erster Arzt den Äther als lokales und vollnarkotisches Betäubungsmittel ein und begründete damit die Äthernarkose. Als Geburtsstunde dieser Betäubungsmethode gilt der 16. Oktober 1846, an dem der Bostoner Zahnarzt einen Patienten betäubte und ihm ohne Komplikationen einen Tumor aus dem Hals entfernte. Zu den möglichen Nebenwirkungen der Äthernarkose gehören postnarkotisches Erbrechen, übermäßige Reizung der Atemwege und Explosionsgefahr bei Äther-Sauerstoff-Gemischen. Die Vorteile der Methode liegen bei einer großen Kombinationsmöglichkeit mit anderen Substanzen, sowie einem breiten therapeutischen Anwendungsspektrum.

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10. August 1881 - Erste Internationale Elektrizitätsausstellung

gluehbirne.jpg10. August 1881

Plötzlich ging das Licht an in Europa. Nein, nicht eine, nicht zwei, gleich tausend Glühbirnen auf einmal erstrahlten am 10. August 1881 in Paris auf dem Gelände der ersten Internationalen Elektrizitätsausstellung. Das Publikum war begeistert von den "Sternen", den "Edison-Leuchten", wie die Glühbirnen damals auch genannt wurden. Gezeigt wurde auf dieser Ausstellung die Wunderwelt des Stroms.

Karl Bienek beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte der Glühlampe und des elektrischen Stroms, und er sagt über die damalige Wunderschau der neuen Technik:

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11. August 1962 - Wettlauf im All

11. August 1962

Innerhalb weniger Stunden schossen die Sowjets zwei Raumschiffe ins All. Im Mittelpunkt der Mission von Wostock 3 und 4 standen technische Erprobungen der Steuerung, die Beobachtung der Erde und der interorbitale Funkverkehr mit dem Schwesterschiff. Die Kosmonauten Andrijan Nikolajew und Pawel Popowitsch umkreisten die Erde insgesamt 64 bzw. 48 Mal, im Laufe des Fluges näherten sich die beiden Raumkapseln, die keinen eigenen Antrieb besaßen, bis auf maximal 6,5 Kilometer an. Nachdem die Sowjetunion bis 1964 insgesamt sechs Wostok-Raumschiffe, darunter die erste weibliche Besatzung mit Valentina Tereschkowa, in den Orbit brachte, schlossen die USA im Mai 1963 mit den Atlas Mercury-Flügen den ersten bemannten Zyklus ab.  

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Andrijan Nikolajew

Pawel Popowitsch

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02. August 1926 - "Vitaphone-System"

02. August 1926

Warner Brothers präsentierte im Warner-Theatre in New York zum ersten Mal das so genannte "Vitaphon", ein System welches Musik und Bild miteinander synchronisiert. Gedacht als Ersatz für die musikalische Unterhaltung zwischen den Filmen, drehte sich die 16-Inch breite Tonscheibe mit einer Geschwindigkeit von 33 Umdrehungen pro Minute und konnte so für die selbstständige Abspielung von Musik verwandt werden. Der Film "Don Juan" - Premiere am 26. August 1926 mit Mary Astor und John Barrymore - wurde via "Vitaphon" mit einem komplett synchronisierten Soundtrack versehen. In "The Jazz Singer" (1927) wurde das System für das gemeinsame Abspielen von Musik und Dialogen genutzt.

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04. August 1805 - Geburtstag Sir William Rowan Hamilton

hamilton_williamrowan.jpeg04. August 1805

Irischer Mathematiker und Physiker. Mit 22 Jahren wurde er "Royal Astronomer of Ireland", Leiter der Sternwarte und Professor der Astronomie in Dublin. In seiner Arbeit als Forscher beschäftigte er sich anfangs mit geometrischer Optik und sagte theoretisch voraus, dass in zweiachsigen Kristallen eine konische Refraktion des Lichtes möglich sei. Die aus der Optik gewonnenen Erkenntnisse wandte er auf die analytische Mechanik an und führte das "Hamilton'sche Prinzip" ein. Ab 1833 beschäftigte er sich fast ausschließlich mit Mathematik. Er studierte die Lösung algebraischer Gleichungen fünften Grades, vor allem aber versuchte er das Rechnen mit komplexen Zahlen von der Ebene auf den Raum zu übertragen.  

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06. August 1791 - Eröffnung des Brandenburger Tors

brandenburger_tor_3.jpg06. August 1791

In Berlin wurde das Brandenburger Tor für den Verkehr freigegeben. Das klassizistische Bauwerk entstand in dreijähriger Bauzeit auf Anregung des preußischen Königs Friedrich Wilhelms II. Erbaut wurde es von dem Architekten Carl Gotthard Langhans (1732-1808). Es ist 20 Meter hoch, 11 Meter tief und 62 Meter breit; die fünf Durchfahrten werden von je sechs dorischen Säulen auf beiden Seiten gesäumt. Die fünf Meter hohe Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria, nach den Entwürfen des Bildhauers Johann Gottfried Schadow (1764-1850), krönt das Tor. Von 1961 bis 1989 lag das Brandenburger Tor im Sperrbezirk der Berliner Mauer. Am 22. Dezember 1989 wurde das Tor wieder für Fussgänger freigegeben.

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07. August 1912 - Kosmische Strahlung

hess-victor_franz.jpg07. August 1912

Bei einem seiner Ballonaufstiege in der Nähe von Wien entdeckte der österreichische Physiker Victor Franz Hess (1883-1964) die Höhenstrahlung, die später als kosmische Strahlung bezeichnet wurde. Er hatte herausgefunden, dass die Ionisierung der Luft mit der Höhe zunimmt. 1925 wurde seine Theorie von Robert Andrews Millikan bestätigt, der der Strahlung den Namen "Kosmische Strahlung" gab. Für seine Entdeckung der kosmischen Strahlung erhielt Hess 1936 den Nobelpreis für Physik, den er sich mit dem US-Amerikaner Carl David Anderson teilte. Hess war 1936 aufgrund der nationalsozialistischen Herrschaft in die USA ausgewandert und erhielt 1944 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.  

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08. August 1884 - Rollfilm löst Platte ab

rollfilm.jpg08. August 1884

Ein Bild, eine Fotografie, das war auch im 19. Jahrhundert ein ganz besonderes Geschenk, denn dafür war ein enormer Aufwand notwendig. Mal eben einen Schnappschuss machen als Erinnerung an fröhliche Stunden, daran war gar nicht zu denken. Vor allem die langen Belichtungszeiten verhinderten spontane Aufnahmen. Und so schauen sie steif, streng und angestrengt, die Damen und Herren auf alten Fotografien.

Dabei ist für jede Aufnahme damals ein Fotograf regelrecht ins Schwitzen gekommen - zumal bevorzugte Motive nicht immer verkehrsgünstig gelegen waren. Berufsfotograf Wim Cox erinnert sich noch gut an die Mühe, die eine einzige Fotografie machte:

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(Foto: © Claudia Hautumm/ PIXELIO.de)

 
09. August 1896 - Otto Lilienthal stürzt ab

lilienthal-otto.jpg09. August 1896 ....

.... am Hang des Gollenbergs bei Stölln, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Berlin. Der Wetterdienst in Potsdam meldet "stabiles Sommerhoch bei 20 Grad, darunter Wind".

Beylich: "Ich weiß nicht Otto, das Wetter ist zwar schön, aber der Wind macht mir Sorgen, lass uns morgen weitermachen."

Lilienthal: "Oh nein, noch einen letzten Flug, dann machen wir Feierabend."

Sein Mechaniker Paul Beylich kann ihn nicht aufhalten: Otto Lilienthal in Kniebundhose und Baumwollhemd steigt in das Geschirr seines Segelflug-Apparates aus Weidenruten und Baumwollstoff.

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10. August 1902 - Geburtstag Arne Wilhelm Kaurin Tiselius
10. August 1902

Schwedischer Chemiker. Der in Stockholm geborene Wissenschaftler fand in den 1940er Jahren mit der Elektrophorese eine Methode, Proteine zu analysieren. Die Elektrophorese basiert auf den unterschiedlichen Ladungen der Moleküle in verschiedenen Einbettungsmedien. Die Moleküle können negativ oder positiv geladen sein. Bei der Elektrophorese werden sie in ein Gel eingebettet und dann einem elektrischen Feld ausgesetzt, in dem die Moleküle unterschiedliche Richtungen und Geschwindigkeiten erhalten und somit voneinander getrennt werden können. Diese Analysemethode war bahnbrechend für die medizinische und biologische Forschung. Tiselius erhielt 1948 den Nobelpreis für Chemie.

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12. August 1812 - Erste Zahnradbahn der Welt

12. August 1812

Im englischen Middleton in Yorkshire nahm die erste Zahnradbahn der Welt ihren Betrieb auf der Strecke zwischen Middleton und Leeds auf. Die nach einem Patent des Erfinders John Blenkinsop (1783-1831) gebaute Bahn verfügt über Haken an den Rädern, denen Zähne an den Außenseiten der Schienen entsprechen. Auch in Deutschland fuhr bald darauf die erste Zahnradlokomotive als Grubenbahn. Sie war eng an das englische Vorbild angelehnt Als Touristenattraktion ist die Middleton-Bahn bis heute im Einsatz.

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