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01. November 1849 - Erste Briefmarke Deutschlands

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Schwarzer Einser

01. November 1849

Am 1. November 1849 staunten die Menschen an den Postschaltern des damaligen Königreiches Bayern nicht schlecht: Bevor der Staatsdiener hinter dem Tresen ihnen ihre Briefe zur Beförderung abnahm, mussten sie ein quadratisches kleines Stück Papier kaufen und auf die Umschläge kleben.

Die Briefmarke hatte Deutschland erreicht. Die Untertanen des bayerischen Königs konnten unter der Ein-Kreuzer-Marke in schwarzer Farbe, der Drei-Kreuzer-Marke in blauer und Sechs-Kreuzer-Marke in rotbrauner Färbung wählen.

Ihren Siegeszug angetreten hat die Briefmarke England, weiß Frank Walter, Vorsitzender des Berliner Philatelistenverbandes.

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02. November 1936 - Großbritannien mit Fernseh-Programmdienst

2. November 1936

Großbritannien wird - eineinhalb Jahre nach Deutschland - das zweite Land der Erde mit regelmäßigem Fernseh-Programmdienst

 

 
04. November 2006 - Stromausfall in Europa
lesen_bei_kerzenschein-pix04. November 2006

Weite Teile Westeuropas waren vom größten Stromausfall seit rund 30 Jahren betroffen. Die Ursache für den Stromausfall in einigen Gebieten Westeuropas war zuerst unklar. In rund zehn Millionen Haushalten in Deutschland, Belgien, Italien und Spanien fiel am späten Samstagabend für etwa eine halbe Stunde der Strom aus, selbst in Marokko saßen die Menschen bis zu eindreiviertel Stunden im Dunkeln. Dann stellte es sich heraus, dass der Auslöser eine Panne in zwei Hochspannungsleitungen in Deutschland war, die Auswirkungen auf die anderen Stromnetze hatte. Die Abschaltung einer Hochspannungsleitung im Emsland für die Durchfahrt des Kreuzfahrtschiffes "Norwegian Pearl" durch den Versorger E.ON führte zu jenem europaweiten Stromausfall.

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(Foto: © Alfred Borchard / PIXELIO.de)
 
05. November 1982 - Wasserenergie für Braslien

itaipu.jpg05. November 1982

Das Wasserkraftwerk Itaipu im Grenzgebiet zwischen Paraguay und Brasilien ging als größtes der Welt in Betrieb. Seine 18 Turbinen werden von den Wassermassen des Rio Paraná angetrieben, sie produzieren bei vollem Betrieb 12.600 Megawatt, ein Fünftel des brasilianischen Energiebedarfs. Der Bau des Kraftwerks kostete rund sieben Milliarden US-Dollar. Weltweit stellt die Wasserkraft etwa ein Viertel der insgesamt erzeugten Energie und nimmt an Bedeutung noch zu. In manchen Ländern ist Wasserkraft die wichtigste Quelle für elektrischen Strom. An der Spitze liegen Norwegen (99 Prozent), Zaire (97 Prozent) und Brasilien (96 Prozent).

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07. November 1818 - Geburstag Emil Heinrich du Bois-Reymond
emil_heinrich_du_bois-reymond07. November 1818

Deutscher Physiologe und Mathematiker. Emil Heinrich du Bois-Reymond, der einer Hugenottenfamilie entstammte, studierte Theologie, Philosophie, Mathematik, Geologie und Medizin. Er war einer der bedeutendsten theoretischen Mediziner der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. So erforschte er die Vorgänge in Muskeln und Nerven und erkannte, dass Muskeln zucken und Nerven Befehle weiterleiten, weil sie elektrisch erregt werden. Seine Apparaturen und Messgeräte entwickelte und fertigte er selbst. Mit der Entdeckung des Nerven- und Muskelaktionsstroms legte er die Grundlagen der Elektrophysiologie und eines Spezialzweigs der medizinischen Diagnostik. Das Elektrokardiogramm (EKG), das Elektroenzephalogramm (EEG) und das Elektromyogramm basieren auf seinen Erkenntnissen.

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08. November 1895 - Röntgenstrahlen entdeckt

8. November 1895

Am 8. November 1895 beschrieb der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen zum ersten Mal die von ihm entdeckten und zunächst "X-Strahlen" genannten elektromagnetische Strahlen. Mit deren Hilfe war es ihm gelungen, den menschlichen Körper zu durchleuchten. Die nach ihm benannten Strahlen sollten die moderne Medizin revolutionieren.

 

 
10. November 1888 - Geburtstag Andrej Tupolew

10. November 1888 
 
Sowjetischer Flugzeugkonstrukteur. Nach seinem Studium der Ingenieurswissenschaften in Moskau organisierte Tupolew im Jahre 1918 gemeinsam mit seinem Lehrer N.T. Schukowskij den Aufbau des Zentralen Instituts für Aerodynamik (ZAGI). Dort wurde 1921 Tupolews erstes Flugzeug fertiggestellt: Die ANT-1 war eine einmotorige Maschine mit einer Flügelspannweite von 7,5 Metern und erreichte eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern. Tupolew konstruierte über 100 weitere Flugzeuge, die wichtigste Erfindung wurde die der Tupolew TU-144. Mit einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 2500 Stundenkilometern war es das erste Überschall-Passagierflugzeug der Welt - noch vor der Concorde. Die Crew besteht aus drei bis vier Piloten, maximal 135 Passagiere finden Platz in der Maschine.

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13. November 1907 - Erster Helikopter gestartet

13. November 1907

Der französische Fahrradhersteller Paul Cornu erfand ein senkrecht-startendes Fluggerät, das von zwei Propellern angetrieben wurde. Es galt als erster Helikopter. Bei seinem ersten erfolgreichen Flug erreichte Cornu mit seiner Maschine eine Höhe von 1,5 Metern. Es folgten noch weitere Flüge, von denen der längste etwa 60 Sekunden dauerte. Außerdem konnte er beim Geradeausflug eine Geschwindigkeit von 11 km/h erreichen. Cornu führte danach zwar noch einige kurze Flüge durch, musste aber später alle weiteren Versuche beenden, da ihm die finanziellen Mittel fehlten. Im Juli 1908 erreichte der von Bréguet-Richet gebaute "Gyroplan" eine Höhe von vier Metern, wurde aber bei der Landung beschädigt. Die Grundprobleme der Flugstabilität und des Antriebs konnten erst 1936 gelöst werden.

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15. November 1901 - Erstes elektrisches Hörgerät

hoergeraet_analog.jpg15. November 1901

Der "Tüftler" Miller Reese Hutchinson meldete das erste elektrische Hörgerät, das er "Acousticon" nannte, zum Patent an. Das Gerät bestand aus einem Gehäuse, das die Batterien enthielt, und einem telefonartigen Empfänger, der ans Ohr gehalten wurde. Unter den ersten Besitzern einer solchen Hörhilfe befand sich die englische Königin Alexandra, die zu den Krönungsfeierlichkeiten 1901 ein Gerät von Hutchinson mit 4 Kohlemikrofonen benutzte. Sie dankte ihm persönlich mit der Verleihung eines Ordens. In den folgenden Jahren wurden laufend verbesserte Geräte angeboten. 1937 kamen erste Tisch-Hörgeräte auf den Markt, die mit Radio-Verstärkertechnik arbeiteten.  

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02. November 1894 - Geburtstag Alexander Lippisch

02. November 1894 
 
Deutscher Flugzeugkonstrukteur. Alexander Lippisch wurde in München als Sohn eines Künstlers geboren. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er für die Messerschmitt-Werke. Seine bekannteste Konstruktion wurde das unter der Bezeichnung Messerschmitt 163 bekannt gewordene Flugzeug. Die Me 163 war der erste operationelle Raketenjäger der Welt. Das Flugzeug erreichte bis dahin ungeahnte Steigleistungen und Geschwindigkeiten von über 1000 km/h. Nach dem Krieg wanderte Alexander Lippisch in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Dort war er abermals im militärischen Flugzeugbau tätig und entwarf futuristische Flugzeuge für die Air Force wie etwa den ersten flügellosen Senkrechtstarter ("fliegendes Dreieck").

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03. November 1906 - Internationaler Funkentelegraphenvertrag

3. November 1906

In Berlin wird der erste "Internationale Funkentelegraphenvertrag" nebst Ausführungsübereinkunft angeschlossen und unterzeichnet.
Hierbei wird auch das internationale Seenotzeichen "SOS" eingeführt.

 

 
05. November 1854 - Geburtstag Paul Sabatier

sabatier_paul.jpg05. November 1854 
 
Französischer Chemiker. Sabatier entdeckte die katalytische Wirkung von Metallpulver bei der Hydrierung von Kohlenwasserstoffen. Das daraus entwickelte Verfahren fand in der Industrie weite Verbreitung und wird unter anderem zur Herstellung von Margarine genutzt. 1912 erhielt er zusammen mit Victor Grignard den Nobelpreis für Chemie. Paul Sabatier machte wenig Aufhebens um seine Person. Wenn er nicht im Labor experimentierte oder seinen Aufgaben als Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Toulouse nachkam, beschäftigte er sich mit Kunst oder seinem Garten. Die Universität von Toulouse trägt heute seinen Namen.

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06. November 1771 - Geburtstag Alois Senefelder

06. November 1771 
 
Österreichischer Erfinder. Alois Senefelder wurde in Prag geboren. Der Erfinder entwickelte mehrere neue Druckverfahren, darunter das Hochdruckverfahren mit geätzten Kupferplatten. Später erfand er zunächst die Flachdruckmethode der Schwarzweiß-Lithografie (1797), die er zur Farblithografie mit Kalkschieferplatten weiterentwickelte (1826). Er gründete mehrere Druckereien, unter anderem 1806 in München eine Steindruckerei, in der er besonders Musikalien und Landkarten herstellte. Senefelder befasste sich auch mit dem Nachdruck von Ölgemälden auf Leinwand.

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07. November 1867 - Geburtstag Marie Curie

curie_marie.gif07. November 1867
 
Polnisch-französische Physikerin und Chemikerin. Die aus Warschau stammende Wissenschaftlerin befasste sich als Studentin für ihre Abschlussarbeit an der Pariser Sorbonne, mit der Erforschung der Uranstrahlung. Diese Strahlung nannte sie "Radioaktivität". Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie entdeckte sie die Elemente Polonium und Radium. Zusammen mit Becquerel erhielt das Paar 1903 den Nobelpreis für Physik. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie als erste Frau in der Geschichte der Sorbonne als Professorin für Physik berufen. Wiederum als erste Frau erhielt Marie Curie auch noch einen zweiten Nobelpreis (für Chemie, 1911). An der Sorbonne gründete sie ein Institut zur Erforschung der Radioaktivität, das nach ihrem Tod von ihrer Tochter Irené Joliot-Curie weitergeführt wurde.  

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08. November 1923 - Geburtstag Jack Kilby
08. November 1923

US-amerikanischer Physiker. Seinen Entschluss, Elektroingenieur zu werden, hatte er bereits frühzeitig in der Schule gefasst. Kilby fiel allerdings 1941 bei der Aufnahmeprüfung für das renommierte Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in Cambridge durch. Daraufhin ging er zum Militär. Zeitweise wurde er in einem Reparaturbetrieb der US-Streitkräfte für Radios und Funkgeräte im Nordosten Indiens eingesetzt. Später studierte er an den Universitäten von Illinois und Wisconsin. Im September 1958 präsentierte er den ersten Mikrochip in den Labors von Texas Instruments: Er war nicht größer als eine Heftklammer. Von 1970 an arbeitete Kilby als freier Forscher an der Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Von 1978 bis 1984 lehrte er als Professor an der Texas A&M University. Er beriet sowohl staatliche als auch private Forschungsprojekte weltweit. In seinen späten Jahren war er einer der ersten, der sich für die Silizium-Technologie zur Stromgewinnung aus Sonnenenergie interessierte. Für seine Arbeit bei der Entwicklung des Mikrochips hatte Jack Kilby im Jahr 2000 zusammen mit dem Deutschen Herbert Kroemer und dem Russen Zhores Alferov den Physik-Nobelpreis erhalten. Außerdem hielt Kilby 60 Patente.

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11. November 1974 - Entdeckung des "Psi"

11. November 1974

Den Physikern Burton Richter und Samuel Chao Chung Ting gelang gleichzeitig, aber unabhängig voneinander, die Entdeckung eines neuen Elementarteilchens. Damit war die Theorie von Sheldon Lee Glashow gestützt, nach der die Materie aus vier Urbausteinen besteht. Der Wahlamerikaner Ting hatte im August 1974 am Massachusetts Institute of Technology erstmals Hinweise auf ein neuartiges Energiegebilde gefunden, das einzig und allein mit der Quarktheorie zu erklären war. Es begann ein Wettlauf konkurrierender Teams um eine der größten Entdeckungen in der Elementarteilchenphysik. Richter und Ting wurden 1976 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

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13. November 1971 - Raumsonde erreichte Mars

13. November 1971


mariner89Mariner 8 war die erste Raumsonde, die in die Umlaufbahn eines anderen Planeten eintauchte. Sie startete am 30. Mai 1971 in Cape Canaveral/Florida und erreichte nach 167 Tagen im November 1971 ihr Ziel, den Planeten Mars. Zweck der Mission war es, Daten über die klimatischen Bedingungen auf dem Mars zur Erde zu senden und den roten Planeten kartografisch zu vermessen. Die ersten Aufklärungsbilder waren allerdings enttäuschend, da die Sicht auf die Oberfläche des Planeten durch einen Staubsturm verdeckt wurde. Nachdem sich der Sturm gelegt hatte, funkte Mariner 8 insgesamt mehr als 7000 Bilder vom Mars zur Erde. Die Sonde umkreist den Mars noch immer, ist aber nicht mehr funktionstüchtig.

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02. November 1920 - Erster kommerzieller Rundfunksender

02. November 1920

Die am 27. Oktober 1920 unter den Codebuchstaben KDKA registrierte Rundfunkstation in Pittsburgh, USA, war der erste kommerzielle und regelmäßig arbeitende Rundfunksender der Welt. Er nahm am 2. November 1920 seinen Betrieb im Mittelwellenbereich auf und sendete unterhaltsame und informative Programme. Zur Eröffnung wurden die Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahlen übertragen, in den Pausen Musik gesendet. KDKA entstand 1920 aus dem Garagensender "Station 8XK", den der Ingenieur und Ex-NAVY-Officer Frank Conrad betrieb. 1922 gab es in den USA bereits 564 Radiosender, zusätzlich noch über 1000 kleine Amateurstationen. In Deutschland sendete ab 1919/20 von Königs Wusterhausen aus der "Wirtschafts- und Presserundspruchdienst der Reichspost".

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03. November 1957 - "Laika" im All

laika_space_hero3. November 1957

Dieses Piepsen erschütterte die westliche Welt. Ein 83 Kilogramm schwerer, kugelförmiger Satellit mit vier Stabantennen raste mit 28.000 Kilometern pro Stunde in einer Ellipsenbahn um die Erde und kündete pfeifend und piepsend von einer technischen Großtat der Sowjetunion: Erstmals umrundete ein von Menschenhand geschaffener Raumflugkörper den blauen Planeten.

"Sputnik I", am 4. Oktober 1957 gestartet, bewies der westlichen Weltmacht USA: Die UdSSR verfügte über sehr starke Raketen, die in der Lage waren, beträchtliche Lasten in den Erdorbit zu tragen. Das hatten die Vereinigten Staaten bis dato nicht geschafft - schockiert mussten sie erkennen, ins Hintertreffen geraten zu sein. Und die roten Machthaber im Kreml zu Moskau triumphierten mit weiteren Ersttaten im Kampf um die Eroberung des Weltraums, ein Kampf, der in Wirklichkeit ein Ringen um die militärische Vormachtstellung auf unserem Globus war.

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05. November 1929 - Herzkatheter - Selbstversuch
05. November 1929

Ein Tag im Spätsommer des Jahres 1929 an einem kleinen Krankenhaus in der brandenburgischen Provinz, genauer: in Eberswalde. Ein 25-jähriger Assistenzarzt nahm einen dünnen Gummischlauch, an der Spitze des Gummischlauchs war eine Nadel befestigt. Dann fettete der junge Mann den sticknadeldünnen Schlauch mit sterilem Olivenöl ein. Von einem Freund ließ er sich die Ellenbogeninnenseite betäuben. Außer den beiden war keiner im Raum. Der Freund versuchte den Assistenzarzt zu überzeugen, es sich noch einmal genau zu überlegen, von einer großen Dummheit sprach er.

Der Assistenzarzt aber nahm den Schlauch und führte ihn in die linke Ellenbogenvene ein. Er schob ihn durch den Oberarm in Richtung Herz. In der Schlüsselbeingegend bei 35 cm begann er zu husten, sein Freund zog den Schlauch unter heftigen Vorwürfen und Gerangel wieder heraus.

Der junge Arzt hieß Werner Forßmann, und er wollte nicht mehr und nicht weniger als neue Therapieformen für das Herz entdecken. Die bekannten Herzuntersuchungsmethoden waren für Forßmann unzulänglich. Es gab das Beklopfen des Patienten und das Abhorchen, die Röntgenaufnahme und schließlich die Elektrokardiographie, das EKG.

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07. November 1801 - Erste "Batterie" präsentiert
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 Alessandro Volta

07. November 1801

Der italienische Physiker Alessandro Volta präsentierte die nach ihm benannte Voltasche Säule auf Einladung des ersten Konsuls Napoleon Bonaparte in Paris. Diese erste brauchbare elektrische Stromquelle bestand aus Kupfermünzen, Zinkplättchen und salzwasserhaltiger Pappe, die aufeinander gestapelt wurden. Zuvor konnte Volta nachweisen, dass galvanische Elektrizität und Reibungselektrizität von gleicher Natur und Wirkung sind und damit den Streit mit Luigi Galvani beenden. Das neue Gerät erweckte in der damaligen wissenschaftlichen Welt ungeheures Interesse, fast alle Akademien Europas wählten Volta zum Mitglied. Die Wissenschaft setzte ihm ein bleibendes Denkmal, indem sie die Einheit der Spannung mit Volt bezeichnete. 

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08. November 1887 - Grammophon patentiert

grammophon.jpg08. November 1887

Der Deutsch-US-Amerikaner Emil Berliner ließ ein "Tonwiedergabegerät mit drehbarer Schallplatte" patentieren. Das Grammophon ersetzte nach der Jahrhundertwende nach und nach den Walzenphonographen des US-Amerikaners Thomas Alva Edison und wurde zum wichtigsten Tonwiedergabegerät des beginnenden 20. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu Edisons frühen Apparaten, mit denen man selbst aufnehmen konnte, diente das Grammophon nur zum Abspielen fertiger Platten. Zur Aufnahme entwickelte Berliner später eine eigene Vorrichtung und löste auch das Problem der Vervielfältigung als Voraussetzung für die massenhafte Verbreitung der Schallplatte.  

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Emil Berliner

 

 

 
09. November 1944 - Nobelpreis für Otto Hahn

09. November 1944

Zum ersten Mal nach 1939 wurden wieder Nobelpreise verliehen. Der deutsche Wissenschaftler Otto Hahn erhielt den Nobelpreis für Chemie. Der Preis selbst wurde am 16. November 1945 verliehen. Der Preis wurde ihm unter Ausschluss der Öffentlichkeit zuerkannt, selbst Hahn wusste nichts davon. 1938 gelang ihm mit Fritz Strassmann die Spaltung des Uran-Kerns durch Neutronen. Damit waren die Voraussetzungen zur technischen Nutzung der Kernenergie und zur Herstellung von Atomwaffen geschaffen. Während des Zweiten Weltkrieges konzentrierte sich Hahns Arbeit auf die Isolierung und Identifizierung neuer unbekannter Atomarten, die bei der Urankernzertrümmerung als radioaktive "Spaltprodukte" entstehen. Nach Kriegsende wurde er zusammen mit führenden deutschen Atomforschern in England interniert. Den Nobelpreis konnte er erst 1946 nach seiner Freilassung entgegennehmen.

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12. November 1877 - Telegrafenamt mit Fernsprechern

12. November 1877

Das erste Telegrafenamt mit Fernsprechern nahm im brandenburgischen Friedrichsberg seinen Betrieb auf. Am 26. Oktober des Jahres hatte der Generalpostmeisters Heinrich von Stephan in Berlin die erste Telefonverbindung Europas in Betrieb genommen. Das erste deutsche Fernsprechamt mit Vermittlung wurde 1880 im elsässischen Mühlhausen eingerichtet. Der britisch-amerikanische Physiologe und Erfinder Alexander Graham Bell erhielt 1876 ein Patent für den ersten brauchbaren Fernsprecher, doch schon 1861 hatte der deutsche Lehrer Philipp Reis ein Telefon konstruiert. Es wurde aber als Spielzeug abgetan und konnte sich nicht durchsetzen.

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14. November 1922 - BBC gegründet

bbclogo.jpg14. November 1922

Am 14. November 1922 saß die ganze Nation gebannt unter Kopfhörern an merkwürdig aussehenden Geräten, um Zeuge einer ungeahnten Sensation zu werden: Töne, die mittels eines dünnen Drahtes, der auf ein Kristall ausgerichtet wurde, unmittelbar in die Ohren drangen. Die British Broadcasting Company, später British Broadcasting Corporation genannt, hatte das Licht der Welt erblickt.

Nun, die ganze Nation war es vielleicht nicht; aber immerhin hatten an diesem 14. November schon mehr als eine Million Haushalte im Vereinigten Königreich eine Rundfunklizenz zu zehn Schilling erworben, um bei diesem denkwürdigen Ereignis dabei zu sein.

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