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01. Januar 1801 - Entdeckung des Ceres

01. Januar 1801

Im 19. Jahrhundert kannten die Astronomen die Sonne, sieben Planeten und die geheimnisvollen Kometen. Sie wussten weder von Uranus, noch von Neptun oder Pluto - und auch nichts von Asteroiden.

Damals jagten die Astronomen Planeten, ähnlich wie ihre Nachfolger heute. Nur, dass es nicht Planeten um fremde Sonnen waren, nach denen sie fahndeten, sondern nach denen um unsere eigene. Der Grund: Im Jahr 1772 hatte der Berliner Astronom Johann Bode ein mathematisches Gesetz veröffentlicht, das die Position von Planeten im Sonnensystem vorhersagen sollte. Nach diesem Gesetz fehlten einige, und zwar drei draußen im Sonnensystem und einer zwischen Mars und Jupiter.

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02. Januar 2004 - Kometenstaub aus dem All
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Die Kapsel der Sonde kurz nach der Landung

02. Januar 2004

Im Rahmen ihrer sieben Jahre langen Reise brachte die NASA-Sonde "Stardust" Kometenstaub mit, der aus der Gashülle eines 4,6 Milliarden Jahre alten Kometen stammt. Die Welt der Wissenschaft erhofft sich durch die Auswertung der mitgebrachten Staubpartikel neue Erkenntnisse über den Ursprung der Welt. Der Komet "Wild 2" war 240 Kilometer an der ″Stardust″-Sonde vorbei geschweift. Dabei gelang es der Sonde nicht nur eine Menge Fotomaterial zu sammeln, sondern auch Staubproben aus der Koma, der Gashülle des Kometen, zu entnehmen. Wissenschaftler der NASA sahen in den Proben eine kosmische Bibliothek, die Aufzeichnungen aus der Frühzeit des Solarsystems enthielten: Denn der Kometenstaub enthalte die originalen Grundbausteine der Herausbildung unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren.

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04. Januar 1872 - Geburtstag Edmund Rumpler

04. Januar 1872

Der österreichische Flugzeugkonstrukteur Edmund Rumpler wurde in Wien geboren. Er gründete 1908 die erste deutsche Flugzeugfabrik. Für die Armee des Deutschen Kaiserreiches fertigte er die von Ingo Etrich entworfene "Taube". Der auch als "Rumpler-Taube" bekannte Aeroplan galt damals als eines der besten Flugzeuge überhaupt. Während des Ersten Weltkrieges baute Rumpler Kampfflugzeuge für Deutschland. Der Unternehmer verlor jedoch aufgrund von Fehlentscheidungen seine Marktposition an die Konkurrenz von Junkers und Fokker. Der von Rumpler konstruierte sogenannte "Tropfenwagen" erzielte bereits 1921 hervorragende Luftwiderstandswerte aufgrund seiner Stromlinienform. Edmund Rumpler starb in Tollow/Züsow.

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06. Januar 1852 - Louis Braille gestorben

blindenschrift.png06. Januar 1852

"Unsere hauptsächliche Sorgfalt muss darauf ausgerichtet sein, die Blinden lesen zu lehren." Das forderte Valentin Haüy, der Gründer der ersten Blindenanstalt der Welt in Paris.In einer Druckerei hatte er beobachtet, dass ein bedrucktes Blatt beim Verlassen der Presse auf der Rückseite alle Buchstaben im Relief zeigte, nur verkehrt herum. Dieses Prinzip nutzte Haüy für den Druck von Reliefbüchern mit tastbarer Schrift.

Das war der Anfang, doch blieben die Typen für die Finger noch schlecht lesbar. Daran änderte auch eine in Deutschland entworfene Stachelschrift kaum etwas, die die Buchstabenlinien durch einzelne, eng aneinander gereihte Punkte ersetzte. Zu sehr waren die Blindenschrifterfinder der ersten Stunde durch ihr eigenes Sehen bestimmt, zu eng folgten sie den Vorgaben der Schwarzschrift.

Sechs-Punkte-System zum Lesen

Vielleicht musste erst jemand kommen, der selbst blind war, um eine praktikablere Schrift zu entwickeln. Louis Braille war diese Person. Im Alter von drei Jahren war er durch einen Unfall erblindet. Zunächst besuchte er wie die sehenden Kinder die Dorfschule, und da er sich als eifriger Schüler erwies, wechselte Braille 1820 auf jene Blindenanstalt in Paris, die knapp vierzig Jahre vorher von Valentin Haüy gegründet worden war.

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07. Januar 1794 - Geburtstag Eilhard Mitscherlich

07. Januar 1794

Deutscher Chemiker. Mitscherlich gehörte zu den ersten Chemikern, die das Phänomen der chemischen Katalyse erkannten. Ab 1825 war er Professor für Chemie in Berlin. Sein Hauptgebiet war die Untersuchung der Struktur von Kristallen, wobei er die Isomorphie und die Polymorphie entdeckte. Sein Werk "Lehrbuch der Chemie" erschien 1829/1830 und fand große Anerkennung. Er konstruierte auch den ersten Polarisationsapparat. 1834 ermittelte er die Summenformel für Benzol. 1842 wurde er mit dem Orden "Pour le Merite" für Wissenschaft und Künste geehrt. In den Jahren 1854 bis 1855 war Mitscherlich Rektor der Universität in Berlin.

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08. Januar 1826 - Die galvanische Kette

8. Januar 1826

Der Physiker Georg Simon Ohm beginnt in Berlin seine Versuche mit der thermo-elektrischen Kette. Seine Versuchsprotokolle, die ein Jahr später die Grundlage für seine berühmt gewordene Publikation "Die galvanische Kette" lieferten, befinden sich im Deutschen Museum zu München.

 

 
08. Januar 1994 - Weltraumrekord

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Drei russische Kosmonauten traten ihren Flug zur "Mir" ("Frieden") an. Ein Besatzungsmitglied, der Arzt Waleri Poljakow, blieb über ein Jahr in der Raumstation. Mit seinem Aufenthalt von 437 Tagen brach er damit den Rekord über einen Langzeitaufenthalt im All. 1986 hatte die Sowjetunion das Kernmodul ihrer Raumstation "Mir" in die Erdumlaufbahn gebracht. Die "Mir" umkreiste bis zum Jahre 2001 die Erde in rund 350 Kilometern Höhe. Ihr Innenleben bestand überwiegend aus Quartieren für die Mannschaft. Der Transport der Besatzung erfolgte mit "Sojus TM Kapseln". Allein das Basismodul der Raumstation wog etwa 20 Tonnen. Daran konnten verschiedene Komponenten angekoppelt werden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fanden auch Missionen mit nicht-russischen Astronauten zur Mir statt, so etwa mit Deutschen und US-Amerikanern. Im März 2001 wurde die legendäre Raumstation kontrolliert im Südpazifik versenkt.

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12. Januar 1822 - Geburtstag Étienne Lenoir

12. Januar 1822

Jean Joseph Étienne Lenoir (geboren in Mussy-la-Ville (deutsche Bezeichnung: Mutzich, Mutzig oder Missach), Luxemburg, seit 1839 Belgien) war ein Erfinder (80 Patente) und Geschäftsmann.

Lenoir wurde Ritter der Ehrenlegion und erhielt die französische Staatsbürgerschaft.

Er entwickelte 1859 den ersten brauchbaren Gasmotor und führte ihn vor etwa 20 Personen am 23. Januar 1860 vor, konstruierte 1863 das erste damit angetriebene Straßenfahrzeug, das Hippomobile, und 1866 ein gasbetriebenes Motorboot. Mit dem Straßenfahrzeug (Gasmotorwagen) legte er die 9 km lange Strecke von Paris nach Joinville-le-Pont in etwa 3 Stunden zurück. Die Information über die Fahrt stammt von Lenoir selbst.

Von seinem Gasmotor wurden über 400 Exemplare gebaut. Er arbeitete nach dem verdichtungslosen Zweitaktprinzip, der Antrieb wirkte direkt auf die Kurbelwelle (zum Unterschied vom Flugkolbenmotor des N. A. Otto). Im Deutschen Museum München ist davon ein Original ausgestellt.

Nikolaus Otto orientierte sich bei der Entwicklung seines Ottomotors am Gasmotor von Lenoir.

(Quelle: wikipedia)

 
13. Januar 1866 - Geburtstag Reinhold Burger

13. Januar 1866

Deutscher Ingenieurwissenschaftler und Techniker. Burger arbeitete zunächst in einem Glashütten-Betrieb, wurde dann selbstständig und stellte doppelwandige Kühlgeräte für flüssige Luft her. Bei seiner Arbeit führte ihn Tatsache, dass in diesen Gefäßen die flüssige Luft sehr lange kalt blieb, zu dem Umkehrschluss, dass heiße Stoffe in diesem Gefäß auch heiß gehalten werden müssten - und so erfand er die erste Thermosflasche, die er 1903 patentieren ließ.

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01. Januar 1867 - Alfred Nobel erfindet das Dynamit

alfrednobel301. Januar 1867 

So klang es wenige Jahre nach seinem Tod, und seitdem wiederholt sich die Zeremonie alljährlich im Dezember, wenn in Stockholm die nach ihrem Stifter benannten Nobel-Preise verliehen werden.

Der schwedische Chemiker und Großindustrielle Alfred Nobel hat sich damit selbst ein ideelles Denkmal gesetzt, obwohl die Stiftung sicherlich nicht nötig gewesen wäre, um die Nachfahren zu erinnern.

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03. Januar 1977 - Ein Rechner, der die Welt veränderte

03. Januar 1977

"Die Maus ist ein Zusatzgerät mit dem ich auf dem Tisch herumfahren kann. Und mit diesem Gerät wird die Kugel bewegt und auf den Pfeil auf dem Bildschirm übertragen."

Es ist noch nicht so lange her, dass dieser Experte des WDR-Computerclubs seinen Zuschauern erklärte, was eine Maus ist. Inzwischen gehört sie zur Standartausstattung eines jeden Computers, damals galt das elektronische Haustier als revolutionär. Sein Erfinder Douglas Englebart hatte sie für den neuesten Rechner der Computerschmiede von Steve Wozniak und Steve Jobs im kalifornischen Silicon Valley entwickelt.

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05. Januar 1855 - Geburtstag - King Camp Gillette

05. Januar 1855

US-amerikanischer Erfinder. Gillette ist heute der Markenname eines der erfolgreichsten Rasierprodukte weltweit. Die Erfolgsstory des Unternehmens begann 1901, als der US-Amerikaner King Camp Gillette den ersten Rasierer mit auswechselbarer Klinge erfand. Schon 1895 begann Gillette seine Idee eines Sicherheitsrasierers mit einer doppelten Klinge zu entwickeln. Mit Hilfe des Erfinders William Nickerson konnte er seine Vision im Jahre 1901 endlich verwirklichen und patentieren lassen. Bereits 1904 verkaufte seine Firma 90.000 Rasierer und 123.100 Klingen in den USA. Seine Erfindung und deren wirtschaftliche Vermarktung machten King Camp Gillette binnen weniger Jahre zum Millionär.

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06. Januar 1926 - "Deutsche Luft Hansa" hob ab

06. Januar 1926

Die Anfänge des Luftverkehrs sowohl in Amerika als auch in Europa fielen in jene Zeit, die sich in der Rückschau zu den wilden, den "roaring twenties" mit ihrem neuen Zeit- und Lebensgefühl formten: Die Jahre der beginnenden Motorisierung, einer stark empfundenen "Amerikanisierung" durch Fließband und Mechanisierung sowie des Aufstiegs der Filmindustrie mit ihrem Kult um Stars und Idole. Josephine Baker feiert Erfolge in Paris.

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07. Januar 1926 - Betriebsbeginn des Deutschlandsenders

7. Januar 1926

In Königs Wusterhausen bei Berlin wird mit einem 280 m hohen Sendemast der Deutschlandsender in Betrieb genommen. Ab 1929 arbeitet er als Kurzwellen-Weltrundfunksender.

 

 
08. Januar 1889 - Patentanmeldung für eine Zähl- und Sortiermaschine
08. Januar 1889

Der US-amerikanische Ingenieur und Erfinder Herman Hollerith meldet eine Zähl- und Sortiermaschine zum Patent an. Seine Maschine liest Papierkarten mit eingestanzten Löchern, deren Anordnung auf einer Karte eine Art Codierung darstellt. Seine Erfindung hatte er bereits im Dezember 1888 im US-Kriegsministerium installiert. Vorbild für sein Verfahren war ein im Eisenbahnbereich gebräuchliches System, das mittels mehrerer Löcher in den Fahrkarten die Fahrgäste nach Geschlecht und Alter klassifizierten. Das Hollerith-Lochkartenverfahren dient in den 1950er und 1960er Jahren den Computeranwendern zur Programm- und Dateneingabe. Herman Hollerith begründet so die maschinelle Datenverarbeitung.

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Hollerith-Karte für Fortran
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40-stellige Lochkarte für kommerziellen Einsatz
Bild: Jkbw
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Lochkarte im 80-Spalten-Format nach IBM-Standard
Hollerith-Lochkarte

Die später im Computerbereich weit verbreitete Lochkarte geht auf die US-amerikanische Volkszählung 1890 zurück, zu der Herman Hollerith ein auf Lochkarten basierendes Verfahren einschließlich der zugehörigen Stanz- und Auswertemaschinen Tabelliermaschinen entwickelte. Die Volkszählung wurde zwischen dem 1. Juni 1890 und dem 1. Juli 1890 durchgeführt. Die Daten zur Einwohnererfassung wurden manuell direkt in die Tabelliermaschinen eingegeben. Die Ergebnisse dieser Daten wurden am 12. Dezember 1890 veröffentlicht. Alle anderen Daten wurden zuerst in die Lochkarten gelocht und dann mit den Tabeliermaschinen ausgewertet. Der erste Teil der Ergebnisse wurde am 12. Dezember 1892 als Compendium of the Eleventh Census Part I veröffentlicht. Die Teile 2 und 3 wurden 1894 und 1896 veröffentlicht.

Die Lochkarte wurde nach ihrer Massenpremiere, der Volkszählung, vor allem in mechanischen und elektromechanischen Rechen- und Lochkartensortierern und Lochkartenmischern eingesetzt. Es dauerte allerdings bis 1928, bevor die Lochkarte ihr endgültiges, standardisiertes Format bekam (das übrigens nicht, wie gelegentlich behauptet, der Größe des damaligen Ein-Dollar-Scheins entspricht). Nach ihrem Erfinder war für diese Art Lochkarten auch die Bezeichnung Hollerithkarte üblich.

Eine Hollerith-Lochkarte ist ein rechteckiges, etwa 18,7 cm × 8,3 cm großes Stück 0,17 mm dünner Karton, in das in vorgegebene Positionen spaltenweise Löcher gestanzt werden, um eine Folge von Zeichen (heute würde man sagen: eine Zeile Text) zu codieren.

Als im 20. Jahrhundert Computer entwickelt wurden, boten sich die schon etablierten Lochkarten als Medium zur Programmeingabe und Datenspeicherung an. Bereits Konrad Zuses erster Rechner, die Z1, wurde mit Hilfe von Code, der in einen Lochstreifen (bestehend aus einem 35-mm-Film) gestanzt wurde, gesteuert. Später wurden für Computer jedoch fast ausschließlich Lochkarten nach Hollerith verwendet. Das erste Format der Hollerith-Lochkarten, das bei der Volkszählung im Jahr 1890 verwendet worden war, sah 240 Positionen für Löcher vor, es wurde jedoch bald auf 45 Spalten mit je 12 Positionen erweitert. Dies entsprach 45 Zeichen zu je 12 bit (später wurde eine 6-bit-Codierung erfunden, die es erlaubte, 90 Zeichen zu speichern). IBM ließ sich 1928 ein 80-Spalten-Format mit rechteckigen Löchern patentieren, das die weiteste Verbreitung fand und auch noch heute bei Großrechneranlagen von IBM zu finden ist; die bis heute übliche maximale Zeilenlänge von knapp 80 Zeichen in E-Mails und Textdateien geht auf dieses Lochkartenformat zurück, ebenso das Darstellungsformat von meist 80 Zeichen Breite auf den Terminals von IBM-Großrechnern, welche u. a. als Datenerfassungsgeräte die Lochkarten später verdrängten. In die Lochkarte können in 80 Spalten und in 12 Zeilen Löcher gestanzt werden. Ursprünglich konnte nur ein Loch pro Spalte für Ziffern benutzt werden. Später kam eine zweite Lochung für Großbuchstaben und eine dritte Lochung für Sonderzeichen hinzu. Mit Verwendung des EBCDIC-Codes seit 1964 wurden bis zu 6-fach-Lochungen zugelassen. Dabei entsprach eine Karte einer Zeile Text und eine Spalte der Karte einer Zeichenposition der Zeile. Eine Lochkarte hatte somit ein Fassungsvermögen von etwa 80 Byte. Eine 80-GB-Festplatte kann somit den Inhalt einer Milliarde Lochkarten speichern. Das würde einem Lochkartenstapel von 170 km Höhe entsprechen.

Die feste Ausrichtung an den Spalten der Lochkarten hatte Auswirkung auf die Syntax mancher Programmiersprachen. Bei alten Fortran-Varianten waren die ersten fünf Spalten für ein numerisches Label vorgesehen. Bei zügiger Durchsicht der Lochkarten konnte sehr einfach erkannt werden, wenn ein Label oder der Quellcode falsch positioniert waren. Ein beliebiges Zeichen in Spalte 6, üblicherweise ein Sternchen oder ein großes C (für Continue), bedeutete: Fortsetzungskarte, d. h. die Anweisung auf der vorherigen Lochkarte/Zeile wird ab Spalte 7 fortgesetzt. Die acht Spalten 73 bis 80 waren bei Fortran für Kommentare reserviert. Hier lochte man oft eine fortlaufende Nummer, damit man einen heruntergefallenen Lochkartenstapel leichter sortieren konnte. Auf für Fortran-Programme hergestellten Lochkarten waren diese Bereiche optisch deutlich markiert. Die Programmiersprache COBOL basiert mit ihrer Sprachsyntax ebenfalls auf der Lochkarte. Auch die Datenkarten hatten normalerweise ein festes Format, wobei ein Datensatz einer Karte entsprach und dort die Eingabedaten wie beispielsweise Betrag, Kundennummer und Datum festen Bereichen der Spalten zugeordnet waren.

Zahlreiche Verbesserungen der Lochkartensysteme gehen auf Gustav Tauschek (1899–1945) zurück.

An der Uni Linz (A) war bis etwa 1980/85 eine Großrechenanlage IBM 360 (und 370) in Betrieb, deren Dateneingabe mit Hollerith-Lochkarten mit 80 Spalten und 12 Zeilen erfolgte. Die Maschinen waren etwa 1970 von einer Versicherung oder Bank als veraltet ausgemustert worden. Die Karten wurden in etwa 60 cm langen Blechladen wie Karteikarten gestapelt. Eine führende Steuerkarte vor jedem „Rechenjob“ trug den persönlichen Code als Zugangsberechtigung, etwa für Teilnehmer einer Lehrveranstaltung, sowie Limits für Rechenzeit und Ausdrucklänge. Zu bestimmten Zeiten wurden die gestapelten Jobs vom Rechenzentrum übernommen. Stunden später erhielt man, wenn alles klappte, den Ausdruck und die Karten wieder. Der Kartenstapel wurde an der oberen Fläche (Kartenschnittkanten) meist persönlich bezeichnet, Diagonalen kam die Bedeutung zu, die korrekte Reihenfolge der Karten zu markieren. Die korrekte Orientierung der Karten wurde durch die abgeschrägte Ecke neben 3 runden sichergestellt, eine umgedrehte Karte hatte schon praktische Lesezeichenfunktion. An den fast schreibtischgroßen, grau lackierten, sehr lauten Lochkarten-Stanzmaschinen machte jeder Tippfehler das Aussortieren einer Karte nötig, besonderen Ärger machten gelegentliche Fehler des Leseteils der Maschine beim (teilweisen) Duplizieren von Karten.

(Quelle: wikipedia.de / anabell.de)
 
09. Januar 1960 - Baubeginn des Assuan-Staudamms

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Neuer Damm bei Assuan (Assuan-Hochdamm)

09. Januar 1960

Es war die Zeit des "Kalten Krieges" und auch im Nahen Osten zog dieser seine Fronten: Ägypten unter seinem legendären Führer Gamal Abdel Nasser gehörte zwar offiziell zu den "Blockfreien", es war aber de facto eng mit der Sowjetunion liiert.

Und Moskau sah deswegen eine ideale Gelegenheit, sich als Freund und Verbündeter für die gesamte arabische Welt anzubieten, als Nasser um Hilfe bei einem Mammut-Projekt bat, das sein Land voranbringen sollte: Dem Bau eines gigantischen Nil-Staudammes bei Assuan in Oberägypten..............

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12. Januar 1881 - erste Fernsprechamt Deutschlands

12. Januar 1881

In Berlin, Französische Straße, wird mit zunächst acht Teilnehmern das erste Fernsprechamt Deutschlands in Betrieb genommen. Am Jahresende sind 458 Teilnehmer an das Ortsnetz angeschlossen.

 

 
02. Januar 1919 - Erste elektrische Verkehrsampel

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Der Verkehrsstau ist keine Erfindung der Neuzeit, schon zu Zeiten der Kutschwagen und Pferdekarren war in den großen Städten der Verkehr zu bestimmten Zeiten so dicht, dass es einfach kein Durchkommen mehr gab. An besonders stark frequentierten Kreuzungen wurden daher schon im 19. Jahrhundert Polizeibeamte postiert, die den Verkehrsfluss in alle Richtungen zu regeln hatten.

1868 gelang es schließlich, die Polizisten bei dieser ermüdenden und stupiden Tätigkeit zumindest teilweise zu entlasten: In London wurde die erste Verkehrsampel aufgestellt, bestehend aus einer drehbaren Lampenhalterung mit roten und grünen Gaslichtern. Wie heute bedeutete rotes Licht "Stopp", das grüne Licht hatte jedoch die Bedeutung "Achtung".

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(Foto: © Rainer Sturm / pixelio.de)

 
04. Januar 1643 - Geburtstag Isaac Newton

04. Januar 1643

Englischer Astronom und Physiker. Isaac Newton erblickte in Woolsthorpe bei Grantham (Lincoln) das Licht dieser Welt. Er formulierte die drei Axiome der Mechanik und begründete damit die klassische theoretische Physik. Bekannter jedoch wurde Newton durch sein Gravitationsgesetz. Mit dieser Formel konnte erstmals das Phänomen der Schwerkraft hinreichend erklärt werden. So ermöglichte der Wissenschaftler die Berechnung der Planetenbewegung. Für seine Verdienste wurde Isaac Newton 1705 geadelt. Der Naturwissenschaftler starb in Kensington (heute London).

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05. Januar 1993 - Tankerunglück
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Foto: Greenpeace Deutschland

05. Januar 1993

Der unter liberianischer Flagge fahrende Öltanker "Braer" lief vor der schottischen Küste auf Grund. Bei dem Unglück in der stürmischen See vor den Shetland Inseln flossen rund 85.000 Tonnen Öl ins Meer. Es floss also ungefähr zweimal so viel Öl ins Meer wie bei dem Unglück der Exxon Valdez. Glücklicherweise verteilte sich das ausgelaufene Öl wegen der stürmischen See und des Wetters schnell, so dass die Auswirkungen des ausgelaufenen Öls schnell reduziert werden konnten. So waren die Folgen der größten Katastrophe vor Schottlands Küste auf Flora und Fauna zum Glück nicht so schlimm wie befürchtet. 

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Video

 

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07. Januar 1785 - Ballon überquerte Ärmelkanal

07. Januar 1785

Dem französischen Luftfahrer Jean-Pierre Blanchard gelang in Begleitung des US-Amerikaners John Jeffries erstmals die Überquerung des Ärmelkanals von Dover nach Calais mittels eines Heißluftballons. Kurz davor war der französische Wissenschaftler Pilatre de Rozier bei dem Versuch, eine derart weite Strecke mit dem neuartigen Gefährt zurückzulegen, tödlich verunglückt. Zwei Jahre zuvor hatten die französischen Brüder Joseph und Jacques Montgolfier den ersten Heißluftballon steigen lassen und damit den Traum vom Fliegen erfüllt. Die erste Überfahrt über den Atlantik gelang im August 1978 den US-Amerikanern Abruzzo, Anderson und Newman.

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07. Januar 1968 - "Surveyor 7" gestartet

07. Januar 1968

Ende der 1950er-Jahre wurde der Kalte Krieg auch auf das Weltall ausgedehnt: Der erfolgreiche Start des "Sputnik"-Satelliten, ausgerechnet durch die als rückständig angesehenen Russen, bedeutete einen schweren Schlag für das US-amerikanische Selbstbewusstsein, das noch einmal erschüttert wurde, als die Sowjets auch den ersten Menschen ins All schickten. Erst ein Jahr später gelang es der US-amerikanischen Raumfahrt nachzuziehen.

Ehrgeizige Pläne

Der Schock jedoch, zweimal von den Sowjets geschlagen worden zu sein, veranlasst Präsident Kennedy zu einer überaus ehrgeizigen Ankündigung: Noch vor Ende des Jahrzehnts, so verspricht er 1961, werde es den USA gelingen, Menschen zum Mond zu schicken und sicher wieder zurück zu bringen.

Dieses gewaltige Projekt, das tatsächlich in den bemannten Mondflügen des Apollo-Programms gipfelte, wurde sorgfältig und in hohem Maße arbeitsteilig vorbereitet. In Houston/Texas entstand ein gewaltiges NASA-Zentrum für die Planung, Überwachung und Auswertung der bemannten Raumflüge; in Cape Canaveral an der Ostküste Floridas wurde die Infrastruktur für einen "Weltraumbahnhof" aufgebaut, und in Huntsville/Alabama leitete Wernher von Braun die Entwicklung der Raketen für den bemannten Flug.

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08. Januar 1942 - Geburtstag Stephen Hawking

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Britischer Mathematiker und Physiker. Stephen Hawking wurde in Oxford geboren. Der Wissenschaftler gilt als größtes mathematisches Genie der Gegenwart. 1988 veröffentlichte er den Weltbestseller "Eine kurze Geschichte der Zeit". Darin erläutert Hawking die Entstehung des Universums auf leicht verständliche Art und Weise. Das Ziel des Astrophysikers ist es, Relativitätstheorie und Quantentheorie zu einer einheitlichen Weltformel zusammenzufassen. Gegenwärtig hat Professor Hawking einen Lehrstuhl in Cambridge inne. Hawking erkrankte in seinen Zwanzigern an einer unheilbaren, langsam fortschreitenden Muskellähmung. Er ist an den Rollstuhl gefesselt und kommuniziert anhand eines Sprachsynthesizers.  

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10. Januar 1946 - Mond als Reflektor


10. Januar  1946

Amerikanischen Ingenieuren vom Evan Signal Laboratory in Belmar/New Jersey, USA, gelingt es, mit Radar-Strahlen den Mond anzupeilen. Bereits Anfang 1944 war - unbeabsichtigt- derselbe Versuch vom Bakenberg bei Göhren/Rügen zwei Wehrmachtstechnikern mit einem Telefunken-Meßgerät gelungen.

 

 
13. Januar 1846 - Geburtstag Wilhelm Wien

13. Januar 1846

Deutscher Physiker. Der Sohn eines Gutsbesitzers studierte ab 1882 an den Universitäten Göttingen und Berlin Naturwissenschaften und Mathematik. Wiens Verdienst um die Physik bestand hauptsächlich in der Erforschung der Temperaturstrahlung schwarzer Körper. 1893/1894 formulierte er das nach ihm benannte Verschiebungsgesetz über die Beziehung zwischen der Temperatur eines schwarzen Körpers und der Wellenlänge der von diesem ausgesandten Lichtenergie. 1896 entwickelte er das Wiensche Strahlungsgesetz, mit dessen Gültigkeit sich ab 1900 auch Max Planck auseinandersetzte, um seine Quantentheorie zu formulieren. 1911 erhielt Wilhelm Wien für seine Erkenntnisse den Physik-Nobelpreis.

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