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01. März 1876 - Patent für Ammoniak-Eismaschine Drucken E-Mail

01. März 1876

Der deutsche Ingenieur Carl Linde erhielt ein Patent für die erste Ammoniak-Kältemaschine. Damit begann der weltweite Triumphzug der Kühltechnik. Als Professor für Wärmelehre in München hatte Linde 1873 vom Münchner Brauer Gabriel Sedlmayr den Auftrag erhalten, eine Kältemaschine zu entwickeln. Die Maschinenfabrik Augsburg (später MAN) baute die Anlage, die in der Spaten-Brauerei München aufgestellt wurde. Sie arbeitete anfangs mit explosivem Methyläther als Kältemittel, deshalb entschied sich Linde 1874 für Ammoniak. Das Prinzip beruht auf einem Kompressionsverfahren, bei dem ein Kältemittel beim Übergang in den gasförmigen Zustand seiner Umgebung Wärme entzieht. 1879 gründete Linde in Wiesbaden die "Linde-Eismaschinen-AG". Bis 1890 wurden allein in Deutschland 625 Kältemaschinen gebaut. Abnehmer waren neben Brauereien auch Molkereien, Schokoladen- und Fleisch-Fabriken.
  
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