Deutscher Flugzeugbauer und Raumfahrtexperte. Der im siebenbürgischen Herrmannstadt geborene Raumfahrtpionier las in seiner Jugend begeistert Science-Fiction-Romane. 1913 begann er in München das Studium der Medizin und wechselte nach dem Ersten Weltkrieg zur Physik. Oberths Werk "Die Rakete zu den Planetenräumen" (1923) verstand sich als theoretische Grundlegung der Raketentechnik. Seine Forschungstätigkeit führte ihn auf den von Rudolf Nebel geleiteten "Raketenflugplatz Berlin". Von 1955 bis 1958 war Oberth in den USA als Beratungsingenieur und Mitarbeiter Wernher von Brauns tätig. Oberth machte in den 1970er Jahren durch die Entwicklung von "Winddrachen" zur Energiegewinnung auf sich aufmerksam.