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06. Juni 1989 - DFS Kopernikus im All Drucken E-Mail

DFS kopernikus-40006. Mai 1989 

Die Europarakete Ariane transportierte DFS Kopernikus, den ersten deutschen Fernmeldesatelliten, ins All. Der künstliche Erdtrabant steht in 36.000 Kilometer Höhe über Zaire und ermöglicht auch die Übertragung von Rundfunkprogrammen. In dieser Höhe bewegt sich ein Satellit so schnell, dass er die Erde in 24 Stunden einmal umrundet. Die Erde bewegt sich mit der gleichen Geschwindigkeit, so dass sich für einen Beobachter auf der Erdoberfläche der Satellit immer an der gleichen Stelle befindet. Kopernikus wird zur Zeit als Verteilsatellit für die Zuführung von Fernsehprogrammen zu den Kabelkopfstationen eingesetzt. Die deutschsprachigen Fernsehprogramme werden im Wesentlichen über die Satellitensysteme ASTRA, Kopernikus und EUTELSAT verbreitet. Noch innerhalb der üblichen Lebenszeit von Satelliten trat jedoch bei Kopernikus ein technischer Defekt ein. Nachdem die dadurch ausgelöste Westbewegung des Satelliten mit immensem technischen Aufwand kontrolliert werden konnte, stellten die Betreiber fest, dass die Schäden einen Weiterbetrieb unmöglich machten. Kopernikus wurde in ein "Friedhofsorbit" versetzt.  

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