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06. Januar 1852 - Louis Braille gestorben

blindenschrift.png06. Januar 1852

"Unsere hauptsächliche Sorgfalt muss darauf ausgerichtet sein, die Blinden lesen zu lehren." Das forderte Valentin Haüy, der Gründer der ersten Blindenanstalt der Welt in Paris.In einer Druckerei hatte er beobachtet, dass ein bedrucktes Blatt beim Verlassen der Presse auf der Rückseite alle Buchstaben im Relief zeigte, nur verkehrt herum. Dieses Prinzip nutzte Haüy für den Druck von Reliefbüchern mit tastbarer Schrift.

Das war der Anfang, doch blieben die Typen für die Finger noch schlecht lesbar. Daran änderte auch eine in Deutschland entworfene Stachelschrift kaum etwas, die die Buchstabenlinien durch einzelne, eng aneinander gereihte Punkte ersetzte. Zu sehr waren die Blindenschrifterfinder der ersten Stunde durch ihr eigenes Sehen bestimmt, zu eng folgten sie den Vorgaben der Schwarzschrift.

Sechs-Punkte-System zum Lesen

Vielleicht musste erst jemand kommen, der selbst blind war, um eine praktikablere Schrift zu entwickeln. Louis Braille war diese Person. Im Alter von drei Jahren war er durch einen Unfall erblindet. Zunächst besuchte er wie die sehenden Kinder die Dorfschule, und da er sich als eifriger Schüler erwies, wechselte Braille 1820 auf jene Blindenanstalt in Paris, die knapp vierzig Jahre vorher von Valentin Haüy gegründet worden war.

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