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15. Februar 1936 - Autoreifen aus synthetischem Kautschuk

15. Februar 1936

Die IG Farben stellten den ersten Autoreifen aus synthetisiertem Kautschuk vor (Buna). Die Entwicklung synthetischer Ersatzstoffe (ähnliches gab es bald für Baumwolle, Holz und das viel wichtigere Benzin) war Teil eines großangelegten Programms der Nationalsozialisten, das Deutschland von Rohstoffimporten unabhängig machen sollte. Im Ersten Weltkrieg war die deutsche Kriegsproduktion schwer durch die Seeblockade der Alliierten beeinträchtigt worden, was von vielen Experten sogar als kriegsentscheidend angesehen wurde. Für den nächsten Krieg planten die Nationalsozialisten in Zusammenarbeit mit der I.G. Farben also entweder die Bevorratung mit "kriegswichtigen" Rohstoffen sicherzustellen, oder aber Ersatzstoffe dafür zu entwickeln. Die I.G. Farben wurde wegen dieses Beitrages zur Kriegsvorbereitung nach 1945 in ihre Bestandteile Hoechst, BASF und Bayer zerlegt.

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