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Progress-Raumtransporter soll bei neuem Fehlschlag beim Andocken an ISS autonom fliegen


16:54 Uhr - Im Falle eines unglücklichen Wiederholungsversuchs, das Raumschiff Progress M-15M mit Hilfe des neuartigen Annäherungssystems Kurs-NA an die Raumstation ISS andocken zu lassen, wird der Raumtransporter wieder zu einem autonomen Flug geschickt, wie RIA Novosti am Donnerstag inoffiziell aus Fachkreisen erfuhr. Das Annäherungssystem Kurs-A, mit dessen Hilfe die Progress M-15M am 22. April an der ISS erfolgreich festgemacht hatte, könne nach der Abschaltung von zwei Antennen (2AO-WKA und AKR-WKA) nicht mehr eingesetzt werden, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

Beim geplanten Andockmanöver zum Testen des neuen Annäherungssystems Kurs-NA soll eine weitere Antenne, AO-753A, eingesetzt werden. Ein Rückschalten auf die beiden ursprünglich benutzten Antennen sei nicht mehr möglich, weil sich die Progress auf einer Driftfahrt in einiger Entfernung von der ISS befindet.

„Die Progress M-15M hat ihr Flugprogramm vollständig erfüllt, (an die ISS) plangemäß angedockt und alle Versorgungsgüter zur Raumstation gebracht. Was das neue (Annäherungs-)System betrifft, so muss es vor der Aufnahme der Serienproduktion naturgemäß allseitig erprobt werden“, sagte der Experte. Ihm zufolge werden die Konstrukteure die beim Betrieb des Kurs-NA aufgetretenen Fehler berücksichtigen und beheben.

Wie RIA Novosti am Donnerstag vom Flugleitzentrum erfahren hatte, soll am Freitag eine definitive Entscheidung über einen wiederholten Annäherungs- und Ankopplungsversuch mit dem Raumfrachter Progress M-15M getroffen werden. Als Termin ist der 29. Juli möglich.
(RIA Novosti)

 

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