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2005

2005 - wir bleiben?

Das Jahr begann aufregend!
Unsere bisherigen Mietverträge wurden gekündigt. Es musste neu verhandelt werden. Da das Hotel nicht mehr existierte, fielen auch alle anderen Annehmlichkeiten weg. Schnelle Entscheidungen waren nötig. Aber diese fielen uns nicht leicht. Die Miete stieg um das 8-fache, die Nutzung der Räumlichkeiten war nur noch auf die gemieteten Räume beschränkt und der Mietvertrag wurde, wie es so schön heißt, zu ortsüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Nun, wir hatten den festen Willen, an diesem Standort zu bleiben. Nicht nur dass wir hier eine Menge Arbeit und Geld hineingesteckt hatten, es sind hauptsächlich die funkphysikalischen Bedingungen an diesem Standort. So etwas findet man nicht so ohne weiteres wieder in der Umgebung von Berlin. Und die Standorte, die es noch gibt, sind bereits durch die „Kommerziellen“ besetzt. Also, solange uns keiner rausschmeißt, bleiben wir!

In diesem Jahr etablierten wir die Station richtig:
Die Standortgenehmigung durch die Bundesnetzagentur wurde erteilt, die Wetterstation nahm ihren regulären Betrieb auf und lieferte Daten in das Paket-Radionetz und ins Internet.

 

Der Satellitenempfang wurde weiter optimiert und der Funkbetrieb über Satelliten und der ISS wurde ständig erweitert.


Die ersten Versuche mit Amateur-Fernsehübertragungen verliefen erfolgreich.

Die Erfolge beflügelten uns und unser Optimismus stieg langsam wieder.
So wurde Himmelfahrt wie gewohnt zünftig begangen.
Das Wetter meinte es mal wieder gut mit uns und so konnten wir uns ins Freie wagen, wenn auch nicht all zu weit weg vom Haus.
Wenn man die Bilder so sieht könnte man glauben, wir nutzen jede Gelegenheit um irgend etwas zu feiern. Stimmt, aber wir nutzten auch jede Gelegenheit, um zu funken. Und das kam nicht zu kurz, Ehrenwort!
Ein weiterer Höhepunkt war Im Monat Mai das 21.JAIG-Treffen in Sebnitz. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen, denn zu diesem Thema haben wir eine Extraseite auf unserer Homepage. Es waren aber schöne Tage an der Elbe um Dresden herum.

Contestliches...
Der Funkbetrieb war natürlich das Wichtigste und so wurden wieder alle OM’s und YL’s aktiviert, um den VHF/UHF-Contest in der ersten Septemberwoche abzusichern. Tatsächlich waren wir dieses mal gut besetzt. Aber kein Contest ohne Katastrophen...
Was war denn jetzt schon wieder los....?

2005-04

Mitten im Contestbetrieb gab unser Transceiver seine Geist auf!
Er ließ sich nicht mehr abstimmen. Leider hatten wir kein anderes Gerät dabei, welches mit der PA und dem Vorverstärker zusammenspielen konnte. Mögliche Ersatzgeräte waren alle weit weg.
Ausgerechnet jetzt ... Da hatten sich mal fast alle frei gemacht für dieses Wochenende und dann das !
Das war bitter!
2005-06Nun, was soll’s, es war nicht zu ändern und so entschieden wir dass der VHF/UHF-Contest diesmal für uns ausfiel.
Wer mochte konnte auf Kurzwelle arbeiten oder sich anderweitig beschäftigen – Arbeit gab es ja genug.
Unsere YL’s freuten sich, denn sie konnten noch am gleichen Tag nach Hause fahren. Des einen Leid ist der anderen Freud..., hi!
Und wir, die da ausharrten, tranken erst mal einen Kaffee...!

Herbstliches...
Der Herbst kam und der WAG-Contest war dieses mal etwas erfolgreicher, was die technische Realisierung betrifft. Aber die Beteiligung aus den Reihen unser OM’s und YL’s  hielt sich mächtig in Grenzen. Vielleicht waren sie noch schockiert vom Erlebnis im September. Jedenfalls war die WAG-Contest-Truppe diesmal sehr übersichtlich. Spaß hat es aber trotzdem gemacht!

Winterliches....
Der Winter kam auch dieses Jahr – für manche völlig überraschend – denn unser Vermieter stellte fest, dass ja geheizt werden muss. Da ihm das aber zu teuer war, hat er die Gasheizungsanlage einfach abgestellt. Uns sagte man, wir könnten ja elektrisch heizen.  Na gut , dachten wir, es ist uns egal, wodurch uns warm wird. Ob Gas oder Elektrizität, da sind wir nicht so wählerisch.
Alles wäre schön gewesen, wenn der Winter so verlaufen wäre wie z.B. 2004 oder die Jahre davor.
Aber bekanntlich tat er es nicht. Der Winter wurde richtig knackig. Temperaturen um  -10°C, und das über einen längeren Zeitraum, erschreckte so manchen verwöhnten Winterschläfer der Rasse Homo sapiens sapiens.  Und so kam es wie es kommen musste – die Naturgesetze machten auch vor unserem Gebäude nicht halt . Ob Unwissenheit oder nur Nachlässigkeit sei mal dahin gestellt, Fehler bestraft die Natur erbarmungslos. Aber das gehört schon zu 2006.

 

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