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Emsdettener Volkszeitung
20. September 2009
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EMSDETTEN Es war der große Tag der Amateurfunker, der am Samstag in Hembergen gefeiert wurde. Zwar klappte es nicht, Kontakt mit der internationalen Raumstation ISS im Weltraum aufzunehmen, aber jede Menge anderer Kontakte wurden geknüpft
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Norbert Kamp unter der speziell für den Field-Day aufgebauten Funkantenne. Foto: Schwarz |
Unübersehbar ragte die riesige Antenne Samstag am Bruckland in Hembergen in den Himmel. „Wir haben sogar schon einmal Funkkontakt zur Raumstation ISS bekommen“, sagt Gastgeber Alfred Wöstmann nicht ohne Stolz.
Der Field-Day
Am Samstag klappt das allerdings nicht. Aber von Hembergen aus gehen die Funksprüche dennoch in alle Welt. „Hier Delta, Golf, 7, Yankee, Hotel, X-Ray“, spricht Norbert Kamp ins Mikrofon. Entspannt sitzt er vor der Holzhütte an Alfreds Teich in Hembergen. Dorthin hatte der Ortsverband Greven-Emsdetten des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) Mitglieder und Freunde zum so genannten „Field-Day“ geladen.
Mobile Geräte
Im stillen Kämmerlein nehmen die Funkamateure normalerweise Kontakt mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt auf. „Am Field-Day gehen wir einmal im Jahr raus. So wie heute zu Alfred Wöstmann, der uns als Kurzwellenhörer angehört“, erklärt Norbert Kamp. Dann funken sie statt mit leistungsstärkeren stationären Anlagen mit kleinen, mobilen Geräten. „An diesem Tag steht mehr die Geselligkeit von Angesicht zu Angesicht einschließlich Kaffee und Kuchen mit unseren Partnern im Vordergrund“, erläutert Kamp, der seit Anfang des Jahres dem 22 Mitglieder zählenden Ortsverband vorsitzt.
Es knistert
Neben der Hütte ragt eine imposante Antenne in den Himmel. Verbunden ist sie mit einem kleinen Gerät auf dem Tisch. Es knistert. Stimmen sind zu hören. Kamp klinkt sich mit seiner Kennung ein: „Hier Delta, Golf, seven, Yankee, Hotel, X-Ray“. Vor 15 Jahren erwarb er seine Funklizenz und nutzt am liebsten den Sprachfunk. Max Remke bevorzugt dagegen meist das Morsen, wenn er von daheim aus über die Kurzwelle auf dem DX-Band rund um den Globus nach Kontakten sucht. Mehr als 4000 seiner bisher über 10.000 weltweiten Funkpartner bestätigten ihm die Verbindung schriftlich über so genannte QSL-Karten. Dann auch noch schriftlich den Funkkontakt mit der Internationalen Raumstation bestätigt zu bekommen, ist das auch für weltgewandte Funkamateure etwas ganz Besonderes.
mit freundlicher Genehmigung der "Emsdettener Volkszeitung"
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