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Ibbenbürener Volkszeitung
24. Mai 2009
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Brennendes Fett und Wasser vertragen sich nicht, wie der Löschzug der freiwilligen Feuerwehr Angelmodde unter Beweis stellte, während Thomas Groppe und Frank Franke am Funkgerät saßen. Foto:Claus Röttig
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Münster-Coerde - Das Szenario ist gespenstisch: Der Blitz hat eingeschlagen und bei den Rettungskräften funktioniert nichts mehr: Kein Funkgerät tut seinen Dienst, noch nicht einmal Morsezeichen gehen über den Äther.
Doch Rettung ist in Sicht: Die Amateurfunker greifen ein. Mit ihren großen Antennen bauen sie schnell eine Notfall-Kommunikation auf, um die Rettungskräfte zu unterstützen - und die Einsätze zu koordinieren.
Zum Glück handelt es sich allerdings bei dem Szenario nur um eine Übung: Die Gruppe N44 im deutschen Amateur-Radio-Club hatte in das Coerder Industriegebiet eingeladen zur Katastrophen-Notfunk-Darstellung. „Wir wollen mit dieser Veranstaltung die Amateurfunker und die Rettungsorganisation näher zusammenbringen“, erklärten Frank Franke, der Notfunkbeauftragte, und Thomas Groppe, Ortsverbandsvorsitzender der N44. Denn Amateurfunker seien weit mehr als nur Menschen, die technikbegeistert stundenlang vor den Funkgeräten sitzen. „Wir haben eine richtige Ausbildung, die rund ein halbes Jahr dauert und vergleichbar ist mit den Anforderungen an einen Elektriker“, sagte Groppe. Dabei habe der Amateurfunk nichts mit dem CB-Funk zu tun. „Wir haben weitaus mehr Möglichkeiten als jemand, der sich nur ein Gerät kauft und loslegt“, betonte der Vorsitzende.
Und ihr Können stellten die Funkamateure für die Rettungsorganisationen unter Beweis, denn unter anderem waren das technische Hilfswerk (THW) und der Löschzug der freiwilligen Feuerwehr Angelmodde zu Besuch. „Wir haben sogar Kontakt zum Ausland aufgenommen“, sagte Groppe. Dabei hätten die Amateurfunker in der Vergangenheit bereits ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. „Während der großen Flutkatastrophe in Hamburg 1962 sicherten sie die Kommunikation.“
Dass der Workshop nicht nur eine Pflichtübung, sondern ein Austausch der Erfahrungen war, bewiesen auch die Rettungsorganisationen. So zeigte der Löschzug Angelmodde, was passieren kann, wenn man brennendes Fett mit Wasser löscht, und unterwies die Besucher im Umgang mit dem Feuerlöscher. Das THW öffnete seine mobile Führungsstelle, und die Stadtwerke waren mit dem neuen digitalen Funk vertreten.
VON CLAUS RÖTTIG, MÜNSTER
mit freundlicher Genehmigung der "Ibbenbürener Volkszeitung"
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