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Ostthüringer Zeitung
19. September 2008
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Schmöllner Funkpeiler sehr erfolgreich (OTZ/Wolfgang Wukasch). Nach dem Gewinn des aktuellen Deutschen Meistertitels und dem Sieg im Deutschlandpokal reiste der Schmöllner Manfred Platzek mit der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Asien: "Dass ich dort dreimal auf dem Podest stehen würde, war für mich selbst überraschend", zeigte sich der Schmöllner erfreut.
Dabei war die Konkurrenz überaus stark. "Gastgeber Südkorea, dann Japan, die Ukraine und Länder wie Russland, Polen und Tschechien verfügen über starke Funkpeiler, die immer zu den Favoriten gehören", so Manfred Platzek.
Er, Hans-Jürgen Hauser (ebenfalls OV Schmölln X 41) und der Erfurter Maximilian Gütt sind die drei Thüringer, die zum 22-köpfigen DARC-WM-Aufgebot aus Deutschland gehörten und das beim ARDF-World Championat in Hwaseong im Raum Seoul insgesamt zweimal Silber und viermal Bronze holte sowie den sechsten Platz in der Nationenwertung belegte.
Die gute Vorbereitung auf die WM hat sich ausgezahlt. "Die große Luftfeuchte machte ganz schön zu schaffen, doch das traf ja auf alle der 330 Teilnehmer zu, die in neun Altersklassen um die WM-Titel kämpften", erzählt Manfred Platzek und ergänzt, dass lediglich ein Trainingstag zur Verfügung stand.
Der erste Wettkampftag blieb dem Zweimeterband (UKW) vorbehalten. "Das Gelände war über zwei Drittel schwer zu laufen, es ging stets bergauf und bergab, dichter Wald und Gestrüpp, fast keine Wege und zudem die für uns ungewohnten Reisfelder", berichtet der Knopfstädter. Aber Platzek spielte seine Erfahrungen voll aus, entschied sich im richtigen Moment bei der Peilung und fand nach 18 Minuten seinen ersten Fox (Fuchs). "Nach weiteren 14 Minuten fand ich den nächsten, nach 28 Minuten den dritten. Im Ziel war ich nach 75:11 Minuten", strahlt der dreifache Medaillengewinner.
Nach einem Ruhetag folgte der Wettkampf im 80-Meterband (KW). "Und da herrschten völlig andere Bedingungen. Große Höhendifferenzen, zwei Drittel schweres Gelände, einer WM würdig", meint Platzek. Taktisch stellte sich Platzek darauf ein, Kamm-, also Höhenwege zu finden. Nach einer Laufzeit von 67:05 Minuten hatte sich der Deutschlandpokalgewinner hinter den beiden Ukrainern Korshunov und Fursa erneut Bronze gesichert. Mit Wilhelm Lietz und Dieter Barg gewann Platzek die bereits erwähnte dritte Bronzemedaille in der Mannschaftswertung.
mit freundlicher Genehmigung der "Ostthüringer Zeitung"
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