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Vereinsgründung - Die Stadt bekommt bald ein „Funkhaus“ Drucken E-Mail

Freies Wort

23. Februar 2008

Die Stadt bekommt bald ein Funkhaus

Ressort Ilmenau Lokal 

Unter „X 48“ meldet sich ab 1. März Großbreitenbach weltweit „on air“

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Gag von Stein (l.) und Röhner: Mit CB-Funk fing
nach der Wende die Funkerfreiheit an.
Kurzwellen-Ortsfrequenz künftig 145.500 Mhz.

Großbreitenbach – Seine baulich besten Zeiten hat die frühere Zahnarztstation in der Schulstraße etwa seit jener Zeit hinter sich, da „Teltow 215“ das Prunkstück größerer Amateurfunker-Clubs der damaligen GST (Gesellschaft für Sport und Technik) war.

Dort wo das jetzt „antik“ ersteigerte DDR-Kurzwellenfunkgerät für den 80-10-Meter-Band-Betrieb künftig einen ehrenvollen Platz erhält, haben die Amateurfunker des oberen Kreisgebietes ihre besten Zeiten noch vor sich: Am 1. März um 15 Uhr treffen sich die Gründungsmitglieder und andere Interessenten im Grundschul-Speisesaal, um den Ortsverband „X48“ aus der Taufe zu heben.

Olaf Stein, der aus Arnstadt kürzlich gleich gegenüber in die Thomas-Mann-Straße 1 zog, ist Vereins-Gründungsbeauftragter für den 48. Amateurfunkclub Thüringens unter dem Dach des DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club), Mitglied der International Amateur Radio Union.

Auch gestern nach Feierabend waren er und künftige Vereinsmitglieder wie Joachim Röhner uva. wieder mit vollem Elan dabei, im Obergeschoss des alten kommunalen Hauses ihr Vereinszimmer herzurichten und zu renovieren. „Trotzdem werden wir‘s bis zum 1. März noch nicht so fertigbekommen, dass wir hier viele Gäste begrüßen können, mit denen wir rechnen. Auch aus der Schule, die uns mit dem Speisesaal als Gründungsort freundlich half“, sagt Olaf Stein.

Mögen auch heutige IT-Freizeitangebote für junge Leute ungleich vielfältiger sein, er ist sicher: „Die Faszination, die ich seit früher Jugend empfand, weltweit, mit Menschen in entferntesten Erdteilen Kontakt aufnehmen zu können, ist heute nicht geringer.“ Trotz Handy. Oder wegen... dessen hohen Rooming-Gebühren. „Und für Schüler, so ab der 6. Klasse, denen Physik bislang eher als trockener Stoff erschien, wird das heute kaum anders sein als in meiner Jugend“, fügt Stein hinzu. 17 Gründungsmitglieder gibt‘s mittlerweile, die der Stadt dankbar sind, neben dem jahrelangen „Mieter“ Ratsstuben-Fußballverein weiteres Leben in die Immobilie bringen zu können. Deren Dach, das demnächst von einer 100-Watt-Kurzwellenantenne überspannt wird, ist wieder dicht. Für Umfeld und Bauinstandhaltung wird schrittweise Vereinsengagement gefragt sein. K.-U. Hubert

mit freundlicher Genhemigung des "Freien Wort"

 

 

 

 
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